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Am Rande der Stadt wurden früher Werkzeuge aus der Stein- und Bronzezeit freigelegt. neulich stieß man am Vorwerk des Stadttores auf die Spuren einer keltischen Siedlung. Manche Historiker sind der Meinung, daß das awari-sche und das fränkische Heer sich im Jahr 802 in der Nähe der Siedlung castellum Gun-tionis [Kőszeg] eine Schlacht geliefert hätten. Archäologische Funde zeugen auf jeden Fall davon, dass kurz nach der ungarischen Landnahme in der Nähe von Kőszeg Eisenverarbeitung in beachtlichem Außmaß betrieben wurde. Die strategische Bedeutung des Gebietes nahm seit dem 12-13. Jahrhundert wegen der deutschen Einfällen ständig zu. Der Reihe nach errichtete man zu dieser Zeit Steinburgen an den Abhängen des Kőszeger Gebirge; eine davon wurde auf deiji Óház-tető erbaut. Das genaue Baujahr dieser Befe- ' stigung ist nicht bekannt, zur
Zeit des Mongoleneinfalls wird es hier aber sicher eine Burg gegeben haben, das König Béla IV. diese laut verläßlichen Quellen vom österreichischen Herzog zurückerobern musste. In der Urkunde, die dieses Ereignis festhielt, wurde die Ortschaft erstmals unter dem Namen Castrum Kuszug 11248) erwähnt. In der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts verlegte das Geschlecht Németújvári seinen Sitz nach Kőszeg. Henrik und seine Söhne leiteten umfangreiche Umbaumaßnahmen ein. Unterhalb der alten Burg, am Fluß Gyöngyös ließen sie ihre neue Festung, die sogenannte „Untere Burg" errichten, die bereits den Repräsentatiönsbedürfnissen des Geschlechts entsprechend ausgestattet war. Sie gründeten die Stadt Kőszeg durch die Ansiedlung von deutschsprachigen Siedlern und statteten die Gemeinde mit Vergünstigungen und Privilegien aus. Die Kőszeger - so nannten
sich später Henrik und seine Nachfolger ~ konnten ihre Güter erfolgreich vermehren. Dadurch gerieten sie in einen direkten Konflikt zum österreichischen Herzog Albrecht I der 1289 ihre Burgen, so auch die von Kőszeg, einnahm. Zu dieser Zeit wurden auch die Kirche und das Kloster der Franziskaner verwüstet. König Andreas III. erstattete die Burg 1291 ihren früheren Besitzern zurijck. König Karl Robert von Anjou nahm 1327 die meisten Burgen der Kőszegi in königliche Verwaltung; das Geschlecht wurde durch Tausch-
geschäfte von der westlichen Landesgrenze verdrängt. Der König erhob Kőszeg 1328 zum Status einer königlichen Stadt, bestätigte die Privilegien der . Stadt, die der Gemeinde noch von den Kőszegi zugestanden worden waren, und stattete - ^ die Gemeinde mit dem Recht auf Selbstverwaltung sowie mit dem Marktrecht aus. Die Bürger der Stadt erhielten später die Erlaubnis, einheimische und regionale Weine im Ausland zu verkaufen. Obwohl die Stadt laut des Versprechens des Herrschers für ewig eine königliche Stadt geblieben