Bővebb ismertető
Es erscheint immer wieder geheimnisvoll, wie jede Zeit ihre besonderen Wahrheiten und Schönheiten offenbart, aber auch ihre Übel und Gefahren. Wie tief beeindrucken uns die herrlichen Döme und die kunstvoll geschlossenen Stadtbilder des Mittelalters. Wer hat sie zusammengefügt zu einer derartigen Einheit von Natúr und Kunst, von reicher Vielfalt und aus der Tiefe der Gemeinschaft wachsender Einheit? Doch daneben, welch harter Zwang erfüllte diese Zeiten, welche Hilflosigkeit gegenüber Krankheit und Not. So ergibt sich heute für uns vielleicht der SchluB, daB sich Altes und Neues im letzten Jahrhundert eigentlich am glücklichsten zusammengefundcn habén, die gute alte Zeit mit ihrer unberiihrten Natúr, ihren reichen Sitten und Gebráuchen, ihren meist noch intaktén Orts- und Landschaftsbildern - auf der anderen Seite die neue Zeit der Aufklárung mit ihren bahnbrechenden medizinischen Erfindungen und technischen Errungenschaften. Sind uns diese aber heute nicht bereits über den Kopf gewachsen ? Packt den Menschen nicht die Angst vor seinem eigenen Wissen und Können ? Schon greift er nach den Sternen. Dafür muB er ein unvorstellbares Opfer bringen: den Verlust der eigenen Erdnatur. Sie ist heute bedroht von der Respektlosigkeit und Unvernunft des emanzipierten Menschen und von der Uberbevölkerung der Welt. Zum Glück habén sich in unserem Lande schon früh Kráfte geregt, um das heimatliche Érbe in Natúr, Landschaft und Siedlung zu wahren. Nicht der Staat ist vorangegangen, sondern gemeinnütziger Sinn und vaterlándische Verantwortung habén sich im Schweizer Heimatschutz und im Naturschutzbund zusammengeschlossen, um die Schönheiten unseres Landes zu schützen. In den letzten Jahren habén sich diese Vereinigungen immer stárker bemüht, und auch Bund und Kantoné habén nunmehr einen Teil der Verantwortung übernommen, um der zunehmenden, folgenschweren Bedrohung unserer Umwelt zu wehren. Denn in unserer Zeit der andauernden wirtschaftlichen Hochkonjunktur wird die Erhaltung des überkommenen Gutes erst recht zu einer stets dringenderen Aufgabe einzelner Pioniere wie der Öffentlichkeit. Welch Glück darum, daB bereits seit Jahren ein Rufer und Mahner in den Reihen unseres Volkes wirkt, dem die Wunderwelt der belebten Natúr, die geschichtlichen Státten, die altén Bauernhaustypen und die Baudenkmáler in gleicher Weise ans Herz gewachsen sind. Willy Zeller legt uns heute einen Bild- und Leseband vor, der die