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Dr. Mircea Bichiceanu - Naturschutzgebiete in Europa [antikvár]
 
Einleitung In den dicht besiedelten, industrialisierten Ländern des europäischen Kontinents sind urtümliche, menschenarme und naturnahe Landschaften selten geworden. Immer mehr Bodenflächen werden für Straßenbau, Siedlungen und Industrieanlagen benötigt. Abgase und Rauch bedrohen die Pflanzenwelt. Die für den Menschen lebensnotwendig gewordene Regelung des Wasserhaushaltes und die Schädlingsbekämpfung entziehen Lebensraum und Lebensunterhalt für die Tierwelt. Eingriffe in das Gefüge der Natur, in dem «alles von allem...
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Einleitung In den dicht besiedelten, industrialisierten Ländern des europäischen Kontinents sind urtümliche, menschenarme und naturnahe Landschaften selten geworden. Immer mehr Bodenflächen werden für Straßenbau, Siedlungen und Industrieanlagen benötigt. Abgase und Rauch bedrohen die Pflanzenwelt. Die für den Menschen lebensnotwendig gewordene Regelung des Wasserhaushaltes und die Schädlingsbekämpfung entziehen Lebensraum und Lebensunterhalt für die Tierwelt. Eingriffe in das Gefüge der Natur, in dem «alles von allem abhängt», stören das biologische Gleichgewicht. Längst bekommt der Mensch die Folgen dieser Störungen zu spüren. Es soll hier nicht einer Zivilisationsfeindlichkeit das Wort geredet werden. Aber man muß vermerken, daß diese Eingriffe manchmal gegen alle Vernunft und gegen bessere Einsicht vorgenommen werden, häufiger jedoch noch in Unkermtnis der Zusammenhänge, ja sogar immer wieder auch trotz allen Bemühens, Einblick in die Zusammenfänge zu gewinnen. Dieses Buch zeigt, wie die Staaten Europas darauf bedacht sind, einen Ausgleich zwischen der Nutzbarmachung der Natur und ihrer Erhaltung zu finden. Staatliche Institutionen und gesellschaftliche und private Organisationen sind seit Jahrzehnten bestrebt, die Natur zu schützen, Eigenart und Schönheit der Landschaft zu bewahren, ihre Tierwelt und ihr Pflanzenkleid zu erhalten. Im wesentlichen arbeiten die Länder Europas auf dem Gebiet des Naturschutzes nach eigenen Vorstellungen und Absichten. Darüber und über bilaterale Vereinbarungen bei grenznahen Schutzgebieten hinaus gibt es auch internationale Absprachen und Schutzbestrebungen. 1948 wurde in Fontainebleau eine internationale Union für die Erhaltung der Natur und der Naturschätze gegründet, die UICN (Union Internationale pour la Conservation de la Nature et de ses Ressources) genannt, besser bekannt in der englischen Fassung ihres Namens und dessen Abkürzung lUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources), die heute ihren Sitz in Morges (Schweiz) hat. Sie gibt die «Red Data Books» heraus, in denen die vom Aussterben bedrohten Säugetiere und Vögel bekarmtgegeben werden. Daneben bestehen die «Roten Listen» für gefährdete Vogelarten mit Angabe der erwiesenen oder vermuteten Rückgangsursache. Die lUCN als internationales Dokumentations- und Koordirue-rungszentrum für den Naturschutz übt mit ihrem Exekutivrat eine beratende Funktion gegenüber der UNESCO (Organisation für Erziehungswesen, Wissenschaft und kulturelle Angelegenheiten der Vereinten Nationen) und anderen UNO-Organisationen aus. Seit der Konferenz für Gewässer und Feuchtgebiete 1962 in Stes. Maries-de-la-Mer (MAR-Konferenz) wird in Zusammenarbeit zwischen lUCN, IWRB (International Wüdfowl Research Bureau) und IRV (Internationaler Rat für Vogelschutz) das Projekt MAR unterhalten. Es bemüht sich um die Sicherung von Flachgewässern und Sumpfgebieten in Europa und Nordafrika vor Trockenlegung, Verschmutzung, Verbauung und jagdlicher Nutzung. Naturschutzgebiete, die diesen Bestrebungen entsprechen, erhalten das Prädikat MAR zugesprochen. Die 1961 gegründete Stiftung World Wildlife Fund (WWF; Weltnaturschutzfonds) in Morges (Schweiz) unterstützt in Zusammenarbeit mit ihren nationalen WWF-Gesellschaften in den einzelnen Ländern durch finanzielle Mittel die Erhaltung von Natur und Tierwelt, sie gründet und erweitert Reservate und fördert Ausbildung und Erziehung zum Naturschutz. So war WWF maßgebend beteiligt bei der Gründung des Skaf-tafell-Nationalparkes in Island, des Coto-Do-nana-Reservates in Spanien und des Seewinkel-Schutzgebietes in Österreich. Es gibt zwar für die Länder Europas keine einheitlichen Organisationsformen des Naturschutzes, aber es gibt internationale Vorschläge für eine einheitliche Nomenklatur und Kategorisie-rung der Schutzgebiete nach bestimmten Merkmalen. So wurde von einer Konferenz in New Delhi eine Definition für den Begriff des «Nationalparks» nach Merkmalen und Normen festgelegt, denen noch nicht alle Nationalparks, z. B. nicht diejeiugen Großbritanniens, entsprechen. Man darf allerdings nicht daraus, daß es in einem

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Cím: Naturschutzgebiete in Europa [antikvár]
Szerző: Dr. Mircea Bichiceanu , Helmut Hoffmann-Burchardi Jules Philippona
Kiadó: Verlag Werner Dausien
Kötés: Vászon
ISBN: 3768429792
Méret: 170 mm x 250 mm
Dr. Mircea Bichiceanu művei
Helmut Hoffmann-Burchardi művei
Jules Philippona művei
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