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Land und Leute Als das Königreich Nepál 1951 seine Grenzen für auslándische Besucher öflfnete, war es noch ein Land ohne StraÍ3en,' ohne die geringsten Annehmlichkeiten des modernen Tourismus. In den letzten 25 Jahren jedoch hat Nepál eine rasante Entwick;ung durchgemacht. Die Regierung erkannte, daB der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen des Landes werden könnte. Die Grundvoraussetzung für die ErschlieBung des dichtbesiedelten Kernlandes war der Bau einer StraBe von der indischen Grenze nach Kathmandu. In einigen gröBeren Orten wurden Flugplátze eingerichtet, und in der Hauptstadt entstanden die ersten Hotels. Bekannt war Nepál bis dahin vor allém als das Land des Himalaja, der Gurkhasoldaten und des ominösen Schneemenschen Yeti. Erst in letzter Zeit hat es sich herumgesprochen, daB Nepál nicht nur dem Bergsteiger, sondern auch dem Kunstkenner viel zu bieten hat. Nepál ist zudem das ideale Erholungsgebiet der Tropen. Das milde Klima, das die Europáer besonders anspricht, ermöglicht das ganze Jahr hindurch einen Besuch. Der besondere Reiz Nepals liegt aber in seiner Bergwelt und in seiner einzigartigen, mittelalterlich anmutenden Atmosphare. Wáhrend in der Hauptstadt Kathmandu das moderne Leben eingezogen ist, lebt man in den meisten Landesteilen, die nur nach tagelangem FuBmarsch erreicht werden können, noch das einfache Leben des Mittelalters, mit allén Vor- und Nachteilen. So ist die durchschnittliche Lebenserwartung der nepalesischen Bevölkerung mit 45 Jahren eine der niedrigsten der Welt, da die Kindersterblichkeit auBerordentlich hoch ist. Doch Nepál ist ein Land im Aufbruch. Die vielen neuen Schulen selbst in den abgelegenen Tálern führen einen erfolgreichen Kampf gegen das Analphabetentum. Verkehrswege werden auch in unzugánglichen Gebieten angelegt, Agrarmethoden werden verbessert, und in einigen Gebieten hat man schon Industrien errichtet. Trotzdem bleibt - vor allém auf dem StraBensektor - noch viel zu tun. Man braucht noch immer einige Wochen, um die entlegenen Gebiete Westnepals zu erreichen. Zur Zeit ist deshalb nur ein kleiner Teil Nepals für den Tourismus erschlossen. AuBer in der Hauptstadt gibt es nur in wenigen Gebieten des Landes Hotels, die einem mittleren europáischen MaBstab entsprechen, aber auch hier werden Anstrengungen unternommen, um zu-