Bővebb ismertető
Yorwort. Die Bedeutung der Langerhansschen Inseln für den Diabetes ist schon wiederholt Gegenstand der Bearbeitung im hiesigen pathologischen Institut gewesen. Die noch immer einander widersprechenden Ansichten über diese wichtige Frage hangén zum grófién Teil von verschiedenen morphologisch-histologischen Einzelheiten ab, von der Frage einer bindegewebigen Abgrenzung der Inseln von dem umgebenden Parenchym, von dem Yorhandensein oder Fehlen von Übergangen zwischen beiden, von der Umwandlungsfáhigkeit der Inselzellen in secernierendes Parenchym und umgekehrt, Fragen, die nur durch genaue entwicklungsgeschichtliche und histologische Untersuchung mit geeigneter Methodik entschieden werden können. Damit hangt auch die Feststellung zusammen, ob die Inseln im diabetischen Pankreas an Zahl gegenüber der Norm erheblich verringert sind, wie besonders Heiberg annahm, und wie in diesem Falle diese Verminderung zu erkláren sein würde, ob durch Zugrundegehen der Inseln oder etwa durch Umwandlung derselben in secernierendes Parenchym. Herr Dr. Seyeaeth hat sich der mühevollen Aufgabe unterzogen, die Zahl der Inseln in der Fötalperiode und im kindlichen Lebensalter festzustellen und hat damit ihre Zahl in 24 Fállen von Diabetes verglichen. Untersuchungen über die Entwicklung der Inseln bei 30 menschlichen Embryonen von 3-35 Wochen ergaben, daB die Inseln von der 17. Woche an anfangen, sich in secernierendes Parenchym umzubilden; das Yorhandensein bindegewebiger Kapseln hat sich nicht bestatigt. Bei den Untersuchungen erwies sich die auch schon von an deren angewandte Farbungsmethode mit Methylgrün-Pyronin als besonders geeignet; sie lehrte namentlich, daB die Inselzellen derselben Natúr sind wie die zentroazinaren Zellen, so daB wahrscheinlich auch ihre Funktionen die gleichen sind. Die von vielen Autoren, besonders von Weichselbaum beschriebenen pathologischen Yeránderuugen der Inseln beim Diabetes fanden sich keineswegs regelmáfiig, so daB der Yerfasser zu dem SchluB kommt, daB diese Veránderungen nicht ausschlieBlich die anatomische Grundlage des Diabetes sein können. Die Beziehungen der Arteriosclerose, der Syphilis und der Tuberkulose zu dieser Erkrankung werden eingehend erörtert. Die Untersuchungen des Verf. dürften einen nicht unwichtigen Beitrag zur Klarstellung der viel umstrittenen Frage liefern. Marcliand.