Bővebb ismertető
Schnellschüsse, gar politische Vereinnahmungen sind seiten gut, wo es um das Verstándnis von Ursachen und Folgen sozialer Gewalt geht, wie soeben in den Stádten Grofíbritanniens. Zu übersehen ist freilich nicht, dass die wachsenden Gegensátze zwischen Arm und Reich, den Nutzniefiern und den Ausgeschlossenen der Konsumgesellschaft im Königreich der Ungleichheit, zusátzlich befeuert durch die unsoziale Kürzungspolitik der konservativen Regierung, eine der wesentlichen Ursachen ist. Am schlimmsten ist die Massenarbeitslosigkeit der Jugendlichen, die ihnen Perspektive und Hoffnung raubt. Kundige vor Ort erkennen einen Aufstand der jungen Generation der armen Schicht. Eine Extremvariante dessen, was sich in Lándern wie Israel und Spanien in bewundernswert zivilem Bürgergeist vollzieht. Die gerechtfertigten GegenmaEnahmen von Polizei und Gerichten werden wohl rasch das Ordnungschaos bezwingen, aber sicher nicht den Zorn der Ausgeschlossenen. Alles Probleme der Anderen? Wohl kaum. Die deutsche Polizeigewerkschaft mahnt drastisch, die Bedingungen für solche Gewaltorgien seien hier exakt die gleichen. Das mag überspitzt sein, aber nicht aus der Luft gegriffen. Auch hier wáchst die Ungleichheit und grofíe Teile der jungen Generation sehen keine Chancen für Aufstieg und Zugehörigkeit. Anlass genug, die Rückkehr zu einer Politik der Fairness und Chancengleichheit wieder dringlicher einzufordern, trotz des táglichen Ansturms der elementaren Probleme von Eurokrise und Finanzmarktdesaster. Die Demokratie ist nun mai kein Ölgötze, der um seiner selbst willen angebetet wird, sondern ein politisches Regelwerk, das liefern muss, was die Menschen von ihm zu Recht erwarten. Eurokrise und Finanzkapitalismus - unser Thema. Wir bieten Analysen des Zusammenhangs dieser beiden Problemgröfíen, ihrer Folgen für Politik und Demokratie, ebenso wie Vorschláge für erfolgversprechende Wege aus dem Dilemma. Es ist immer noch dieselbe alte Finanzmarktkrise, die sich durch mangelnde politische Handlungskonsequenz in veránderten Formen fortsetzt und womöglich verschárft. Immer noch treiben die Márkte die Regierungen vor sich her und schmálern besorgniserregend deren Handlungsmöglichkeiten. Jetzt steht Európa auf dem Spiel. Am Ende wird auch unsere Regierung für die Zukunft von Euró und Union geben müssen, was sie nicht will. Freilich zu gestiegenen Preisen und auf einem durch Vertrauensschwund rissig gewordenen Gemeinschaftsfundament. Der Schritt zur Sozial- und Wirtschaftsunion ist nun faliig. Wáchst auch in dieser Krise das Rettende? Manches spricht dafür. Sicher ist das freilich nicht. ikjmda mjüu/u