Bővebb ismertető
Vorwort
Durch Migration vollzog sich in den letzten Jahrzehnten ein immenser gesellschaftlicher Wandel in fast allen hochindustrialisierten Staaten Europas. Aus ethnisch homogen wahrgenommenen Nationalstaaten wurden allmählich multikulturelle Gesellschaften. Aber erst in den letzten Jahren haben sich die Reaktionen auf die Anwesenheit der vielen »Fremden« massiv geändert. Erst jetzt, da wir mit einer ökonomischen Krise, mit einer steigenden Zahl von Arbeitslosen und mit unsicheren Zukunftsperspektiven ob des enormen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels konfrontiert sind, fällt unser Blick auf »Ausländer«. Wir weisen ihnen willig die Schuld an unserer Misere zu: sie seien es, die uns unsere Arbeitsplätze nehmen, unsere Sicherheit gefährden, unser Wohlgefühl zerstören, unsere »Identität« in Frage stellen.
Fremde machen Angst. Sie verunsichern und stellen scheinbar Sicheres in Frage. Also versucht man, sich der Fremden zu erwehren, indem man ihnen Eigenschaften zuschreibt bzw. an ihnen hervorhebt, die angeblich nicht mit jenen der einheimischen Bevölkerung vereinbar seien. Für diese »anderen« Eigenschaften werden die Unterschiede zwischen den »Kulturen« verantwortlich gemacht, seitdem sich die Verwendung des Begriffes »Rasse« als wissenschaftlich unhaltbar erwies und diese zu Recht politisch diskreditiert wurde. Die Angst davor, daß Ähnlichkeiten mit den im Namen des »Rassismus« verübten Morden an »rassisch Minderwertigen« zur Zeit des Nationalsozialismus konstatiert werden könnten, hindert viele daran, die Ablehnung der »Fremden« als rassistisch motiviert zu beschreiben.
Damit, daß im vorliegenden Buch die Aggression gegenüber Fremden als »Rassismus« gedeutet wird, soll nicht die