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KURZER HISTORISCHER ÜBERBLICKMailand wurde um 400 v. Chr. von den Insubrern, einem keltischen Volksstamm, gegründet. Als jedoch die Römer, in ewigem Kampf mit den Galliern, in diese Gegend vor-drangen, eroberten teie die Siedlung und gaben ihr den Na-men Mediolanum , d.h. inmitten der Ebene . Die Bewoh-ner widersetzten sich und verbündeten sich mit Hannibal, aber im Jahre 196 v. Chr. musste sich die Stadt der rö-mischen Herrschaft beugen, und von da an wurde sie dast wichtigste Industrie- und Handel szent rum Norditaliens. Allé von Rom erlassenen Gesetze kamen Mediolanum zu-gute, und die Stadt blühte auf.Zwischen dem ausgehenden I. Jahrhundert und Beginn des II. Jahrhunderts nahm Mailand das Christentum an. Ein Jahrhundert spater wurde die Stadt Sitz einer Diözese, und die ersten Bischöfe spielten eine immer grössere Rolle im Leben der Stadt, besonders unter dem Episkopat des heiligen Ambrosius. Als zeitweilige Hauptstadt des Rö-mischen Imperiums behielt Mailand seine Vorrangstellung bis zur Zeit des Kaisers Theodosius, aber mit Honorius 404 ging dieses Privileg an Ravenna über. Wahrend der Barbareneinfálle fiel Mailand den Burgundern zu, und im Jahre 539 ging der Zorn des Ostgotenkönigs Witigis über die Stadt hinweg.Wahrend der Herrschaft der Langobarden von 568 bis 774 verlor Mailand viel von seiner Bedeutung und musste sich unterordnen, da-die Langobarden als Hauptstadt Pavia vorzogen. Auch mit dem Erscheinen der Frankén anderte sich nicht viel, obwohl in jener Zeit die Stadt durch die Tatigkeit seiner Bischöfe langsam wieder an Bedeutung zunahm. Um die Mitte des X. Jahrhunderts hatten der Klérus und der reiche Bürgerstand die politische Oberherr-schaft, und es gelang ihnen, der Stadt eine neue Ordnung zu geben und Handel und Verkehr wieder aufblühen zu lassen.Wahrend der religiösen Auseinandersetzungen und der politischen und sozialen Wirren von 1018 bis 1045 ergriffen die Mailander bald für den einen} bald für den anderen Kaiser jenseits der Alpen Partei, und so ging Italien allmdh-lich dem Zeitalter der Kommune entgegen. In der zweiten Halfte des XI. und zu Beginn des XII. Jahrhunderts war Mailand in den furchtbaren Kampf zwischen Kaiserreich und Papsttum verwickelt. Danach kam es zur Bildung der Stadtkommune, einer Neuordnung, die einen schnellen Aufschwung zur Folge hatte und mit deren Hilfe die Stadt den schrecklichen Auswirkungen der Politik Kaiser Fried-richs begegnen konnte, der im Jahre 1162 Mailand zerstörte. Wenig spater, im Jahre 1167, wurde die Lombardische Liga gegründet, und mit der Niederlage des Kaisers bei Legnano anderte sich die Lage.