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Am Giebel des schönen 1 heatergebäudes in Meiningen ließ Herzog Georg der II. die Worte anbringen „Dem Volke zur Freude und Erhebung". Unter seiner künstlerischen Leitung haben DIE MEININGER vor 100 Jahren ein Stück fortschrittlicher T heater ge schichte ynit geschrieben.
Seit über drei Jahrzehnten haben die Arbeiter und Bauern in unserem Land die Macht übernommen und vollziehen mit der revolutionären Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft zugleich die sozialistische Kidturrevo-lution. Der Weg, den das Meininger Theater in diesen Jahren und in der Zuktmft geht, ist der Weg unseres so-zialistischen deutschen Staates, kämpferisch und lebendig, schön und kompliziert, vielschichtig und stabil, ein Weg von Freunden begleitet und von Feinden verleumdet, ein Weg, der gekennzeichnet ist von den „Mühen der Ebene", wie Brecht es ausdrückt, und der, wie es der IX. Parteitag der SED in seinem Programm feststellt, gleichzeitig die Voraussetzungen für den allmählichetJ Übergang zum Kommunismus schafft.
Das Büchlein „Neueres von den Meiningern" soll einen Eindruck vom sozialistischen Meininger Theater vermitteln. Es geht an dieser Stelle nicht um ein umfassendes theater geschichtliches Material, sondern vor allem darum, aus der Fülle der politischen und fd'mstlerischen Ereignisse, aus der Vielzahl verdienstvoller Künstler und Mitarbeiter des Theaters durch eine Auswahl von Gescfnchten und Bildern, Anekdoten und Fakten, Meinungen und Statistiken ein Mosaik z'i gestalten, das Auskunft gibt über das Werden und Wachsen sozialistischer Persönlichkeiten in einer sozialistischen Kunsterziehung und über die Verantwortung der Gesellsdyaft für das Theater als sein Auftraggeber und als sein aufmerksames Publikum.
Die Erzäfjler vermitteln objektive Vorgänge und subfektive Ansicfjten, teilweise in der Erinnerung vielleicht ein wenig über- oder unterbelichtet, alle aber getragen von früherer oder gegenwärtiger Verantwortung für den künstlerischen und hdturpolitischen Auftrag des Meininger Theaters.
„Neueres von den Meiningern" ist als Dank gedacht für alle, die Anteil an der Entwicklung unseres
Meininger Theaters haben, alle, die, wie Fritz Bennewitz in seinen Überlegungen formidiert „es machen, verwalten, ermuntern, besuchen." Es ist ein Dank
an die Werktätigen des Bezirkes, die auch die materiellen und finanziellen Fonds für das Theaterschaffen erarbeiten, für ihre Partnerschaft als interessierte Theaterbesucher;
an die Intendanten Genossen Fritz Diez, Genossen Alexander Reuter, Genossen Albert Bußmann, Genossen Wilhelm Thielmann für die initiativreiche kidturpolitische Leitung des Theaters; an die Künstler und Mitarbeiter des Ensetnbles für ihre Leistungen auf und hinter der Bühne; an die Volkskünstler, die die Künstlerkollektive bei der Anffnhrimg großer Werke verstärken helfen; an die Theaterpropagandisten in Betrieben, Anrechts gruppén. Schulen und in der Presse;
an unsere Freunde in der Sowjetunion für viele interessante dramatische Werke und für ihre aktive Unterstützung beim Bau des Naturtheaters „Deutsch-Sowjetisclje Freundschaft" in Steinbach-Langenbach; an unser Partnertheater in Ceske Budejovice für die langjährige anregende Zusammenarbeit;
an die Partei- und Staatsfunktionäre und an die gesellschaftlichen Organisationen, die das kidturpolitische Wir^ ken des Meininger Theaters sorgfältig fördern.
Es wurde von allen viel geleistet und es bleibt für alle noch viel zu tun, damit das Geleitwort am Meininger Theater „Dem Volke zur Freude und Erhebung" im Sinne sozialistischer Theaterkunst durch erlebnisreiche Aufführungen weiter lebendig und wirksam wird.
Suhl 1978
Ernst Lehma n n ,
Mitglied des Rates des Bezirkes für Kultur