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Wie diesesBuch entstandDer Titel stand fest: Neues Wissen". (Wo aber beginnen, wo enden, wo die Grenzjjfähle stecken? Viele Fragen, lange Überlegungen. Sie führten schließlich zur Gliederung des Buches in zwölf große Themenbereiche:Rätsel des UniversumsDie Welt von morgenErlebte GeschichteDas geheimnisvolle Reich der TiereAuf den Spuren fremder VölkerDie Welt von heuteRekorde - RekordeAus Forschung und TechnikAbenteuer NaturSpaß beim SelbermachenSport und FreizeitRettet unsere schöne ErdeWir glauben, daß zwischen diesen zwölf Themenbereichen, so unterschiedlich sie auf den ersten Blick auch sein mögen, enge Zusammenhänge bestehen. Ihr Zusammenspiel wird zum großen, bunten Kaleidoskop der Welt von heute, prägt das Leben von Mensch und Tier und Pflanze und stellt Weichen für die Welt von morgen.Namhafte Wissenschaftler, Forscher, Völkerkundler und Fachautoren haben 102 Jhemen für dieses Buch geschrieben. Über 300 Farbfotos illustrieren die Themen auf insgesamt 272 Seilen. Das Stichwortregister enthält über 2400 Begriffe.Die Arbeit mit den Autoren führte zu manchen überraschenden menschlichen Begegnungen. Beispiel Nr. 1: Dr. Gerhard Schmatz war Leiter der deutsch-österreichischenHimalaja-Expedition, der es gelang, den 8511 Meter hohen Lhotse zu besteigen. Nun war es schon überraschend genug, daß ein Notar - und das islDr. Schmatz im Zivilberuf- eine solche Expedition leitete. Beeindruk-kender noch war ein Brief, den er uns schickte. Wir hatten in einer Bildunterschrift geschrieben, daß der Lhotse bezwungen worden sei". In seinem Brief heißt es: Bei uns ist es verpönt, einen großen Berg zu bezwingen oder gar zu besiegen, da dies sicher eine ziemliche Übertreibung ist. Nur beim Zusammentreffen vielerGlückszufälle ist es möglich, einen Achttausender zu besteigen. Mit Bezwingen und Besiegen hat das nichts zu tun." So bescheiden sind Menschen, die etwas wirklich Großes geleistet haben.BiCispiel Nr. 2: Ein glücklicher Zufall führte uns auf die Spur des Niederländers Jan Boon, Autor des Beitrags 4500 Kilometer zu Fuß von Nepal bis Bhutan". Wir vereinbarten ein Gespräch und erwarteten ihn in der Redaktion. Als er kam, stand vor uns aber kein Hühne von einem Mann - wie wir gedacht hatten -, dessen Äußeres schon signalisierte, daß er von Natur aus zur Bewältigung von solch unvorstellbaren Strapazen wie geschaffen sei. Wieder einmal mußten wir eine vorgefaßte Meinung zu Grabe tragen. Auf die Frage, was für ihn das Unvergeßlichste auf dieser 4500-Kilometer-Expedition gewesen sei, kam die einfache Antwort: Die wunderbare Einsamkeit"Ein Dank dem zuständigen Postbeamten von King Salmon im nördlichen Alaska. Es gelang ihm, den Fotografen Rollie Ostermick in einer Holzhüttean einem der zahllosen Seen ausfindig zu machen. Dort fotografierte er den Unaufhaltsamen Marsch der Lachse". Und wir in München brauchten diese Fotos so schnell wie möglich. Als Adresse hatten wir nur Box 7". Ohne den findigen Postbeamten in King Salmon hätten wir das Thema aus Alaska streichen müssen.Das Thema Fliegerei" wollten wir von zwei Seiten her einkreisen: von der historischen und der modernen Sicht, um den Fortschritt der Technik zu verdeutlichen. Im historischen Teil sollte das berühmteste Flugzeug der Pionierzeit die Hauptrolle spielen: die Taube". Recherchen er-Vonvortgaben, daß irgendwo in New York in einem Luftfahrtmuseum noch solch eineTaube" fotografiert werden könnte. Wir beauftragten einen dortigen Fotografen. Der Zufall wollte es, daß einer unserer Redakteure ins Deutsche Museum in München ging. Als er zurückkam, sagte er: Wir könnten die Taube" auch in München fotografieren - im Deutschen Museum. Dort hängt nämlich auch eine von der Decke herunter " Und von unserer Redaktion bis zum Deutschen Museum sind es nur runde 15 Autominuten Um beim Fliegen zu bleiben: Für Rudolf Braunburg ist es immer noch ein Wunder. Obwohl er als Flugkapitän der Deutschen Lufthansa seine DC-lOjede Woche von Frankfurt nach Fernost und zurück steuert. Den Landeanfiug in Frankfurt beschreibt er in dem Bericht Lufthansa 493 ist gelandet". Wir finden es bemerkenswert, daß ein Mann wie Braunburg das Sich-Wundern trotz aller Perfektion der Technik nicht verlernt hat.Erstaunlich für uns war auch die Zusammenarbeit mit Dr. Herbert W. Franke. Im Weltraum kennt er sich ebenso gut aus wie in der Computertechnik. Kein Wunder; denn zögernd erzählte er uns, daß er Physik, Mathematik, Chemie, Psychologie und Philosophie studiert habe. Ein wortkarger, stiller Mann - so schien es. Eben ein typischer Wissenschaftler. Und doch auch ein mutiger Forscher. Er war an zahllosen Höhlenexpeditionen beteiligt - manchmal genau so gefährlich wie Himalajabesteigungen. Von ihm stammt die Methode der Datierung von Tropfsteinen mit Hilfe von radioaktivem Kohlenston: Wenn sich Herbert W. Franke entspannen" will, schreibt er Science-fiction-Romane, die bereits in viele Sprachen übersetzt wurden. Sie haben seltsam verlockende Titel: Der grüne Komet", Das Gedankennetz", Der Orchideenkäfig", Zone Null" und Ypsilon minus".Schlaflose Nächte hatte unser Autor Reiner Degner. Er schrieb den Beitrag: So werden verborgene Schätze aufgespürt". Er telegrafierte uns folgenden Text: bitte dringend alle Leser davor warnen, gefundene Schätze zu behalten .,. wer was findet, muß es melden " Nun kann Reiner Degner wieder ruhig schlafen.