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Was müßte ein solches Buch schaffen, was kann es heivältigen, und wo sind seine natürlichen Grenzen ?
Es heißt „Neun-Tage-Buch" und ist bemüht, wenigstens einen Teil jener neun Tage festzuhalten, wiederzugeben, und da sind wir angewiesen auf das eigene Erlebnis und vor allem auf das Erlebnis anderer, die sich an diesem Buch beteiligt haben.
Um dem Ereignis der X., Weltfestspiele wirklich gerecht z» werden, hätten wir von einem viel früheren Zeitpunkt an berichten müssen, und wir hätten keinen Tag auslassen dürfen zwischen dem lo.Januar igjz und dem S.August i^j^.Am zo. ] anuar I gj 2 beschloß das Internationale Vorbereitungskomitee auf einer Tagung in Sofia, die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten an Berlin, die Hauptstadt der DDR, z^ vergehen.
Nachdem sich am 18. Februar igyz im Roten Rathaus in Berlin das Nationale Festivalkomitee konstituiert hatte, kam das Wort „ Festivalaufgebot" in den Sprachgebrauch. Es ist kein wichtiges Wort und ist mit seinem praktischen Anlaß überflüssiggeworden, aber im Gedächtnis sollte bleiben, was alles es umfaßte, meinte - was also in seinem Namen geleistet wurde. Eine würdige Vorbereitung auf die Weltfestspiele wäre ohne Tlanerfüllung und Sonderleistungen in der materiellen Produktion nicht möglich gewesen. In die Annalen müßte eingetragen werden, daß dies über jede Erwartung hinaus erfolgt ist.
Der Jugendverband hatte alle z^r Mitarbeit aufgerufen, jeden nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten. So ist es nur gerecht, wenn an dieser Stelle auch alle Künstler genannt werden, die z^^^-mmen mit den Jugendlichen und als deren Verbündete im Dienst der Sache gestanden und ihr gedient haben.
Anderthalb Jahre zur Verfügung zu haben, das schien eine ausreichend lange Zeit zti sein. Sie war sehr kurz- ^^^ Anfang noch brauchbar fanden, womit wir zufrieden waren zunächst, das nahmen wir spätestens in der Mitte der Zeit doch noch einmal in die Hand, weil wir durch einen kaum für möglich gehaltenen schöpferischen Aufschwung und die Vielfalt der Kontakte, die ganz neue Erfahrungen aus anderen Bereichen mit sich brachten, anspruchsvoller geworden waren und anfällig für jede gute Idee.
Die Weltfestspiele waren überwältigend. Was sich begab, war kein Phänomen. Nichts daran war unbegreiflich. Auch die stärksten Gefühle waren nur Teil von starken Gedanken. Diese Weltfestspiele in Berlin waren ein politisches Treffen der fortschrittlichen Jugend der Welt, bei dem auch getanzt wurde, bei dem Freude herrschte und Trunkenheit ohne Wein : Jugend. Aber viel Zorn ist noch übrig. Die internationale Solidarität der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten fand Bekräftigung. Vorurteile sind abgebaut worden, Lügen überführt, aus der Nähe besehen, überzeugte der Sozialismus viele, die eigentlich als Überzeuger gekommen waren.