Bővebb ismertető
Zu diesem BandNicht nur gelegentlich wird darüber Klage geführt, daß die Literatur in Deutschland sich mehr aus Übersetzungen speise, als daß sich in ihr, außer den schon bekannten, neue Autoren besonders häufig hervortäten. Das ist als Meinung bemerkenswert, weil damit ausgedrückt wird, was viele denken. Aber es ist trotzdem, wie jedes generalisierende Urteil, falsch. Die deutsche Literatur ist reicher, farbiger und vielfältiger, als wir annehmen und in unserer Befangenheit auch sehen. Daß sie es heute schwerer hat als früher, weil die bedeutende Literatur des Auslandes sich in ihren jüngsten Werken nach sehr kurzer Zeit in Übersetzungen dem deutschen Leser anbietet, ist nicht nur ein Anspornen, erzwingt nicht nur den Vergleich, sondern deckt manchmal auch das Neue zu.Die Erzählimg als literarische Form, von Kennern der Literatur immer besonders geschätzt, hat es viele Jahre schwer gehabt, sich in Deutschland durchzusetzen. Das ist neuerdings anders geworden. Erzählungsbände einzelner Autoren und Sammlungen, welche Erzählungen vieler Autoren vereinigen, deutsche und ausländische, beginnen nach vorne zu mcken. Sie werden beachtet, sie werden gelesen. Nun wagt sich, unter so glücklichem Wind, ein neuer Band hervor: Neunzehn deutsche Erzähler als Band loo der bucher der neunzehn. Die Zahl loo ist bemerkenswert, denn es gibt zwar und es gab viele Reihen bei den Verlagen, aber die Kindersterblichkeit gerade der Reihen ist ungewöhnlich groß. Doch der Band lOO ist - abgesehen von der stattlichen Jubiläumszahl - ein Unikum in ganz anderem Sinne: er wird durch die Zahl 19 charakterisiert und gibt, was die Reihe an Vielfalt bot, in einem Bande. Jeder der beteiligten Verlage steuerte eine Erzählung bei, genauer gesagt die Erzählung eines seiner Verlagsautoren, sei es, daß sie aus Bereitliegendem gewählt oder für diesen Band geradezu bestellt wurde.