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Vorwort
Biologische Gehirne mit ihrer Fähigkeit zur Selbstorganisation und zum Lernen, zur Verarbeitung von Sinneseindrücken und Steuerung von Bewegungen zu verstehen, ist eine der faszinierendsten Forschungsaufgaben unserer Zeit. In der noch jungen Disziplin der Neuroinformatik hat sich eine breitgefächerte Schar von Wissenschaftlern aus so unterschiedlichen Gebieten wie Biologie, Informatik, Physik, Mathematik, Psychologie und Medizin zusammengefunden, um diese Forschungsaufgabe zu verfolgen. Die Neuroinformatik möchte "biologische Intelligenz" in künstlichen "neuronalen Netzwerken" nachbilden, deren Struktur und Programmierung soweit wie möglich an das Vorbild der Natur angelehnt sein soll. Auf diesem Weg wurde besonders in den letzten Jahren eine Anzahl vielversprechender Erfolge errungen, die in vielen Forschergruppen lebhafte Forschungsaktivitäten ausgelöst haben.
Das vorliegende Buch ist in wesentlichen Teilen in der Zeit dieses wissenschaftlichen Aufbruchs entstanden und möchte einen Einblick in das Gebiet der Neuroinformatik geben. Es wendet sich an Angehörige der Gebiete Informatik, Physik, Biologie, Mathematik, Psychologie und Medizin gleichermaßen sowie an alle Leser mit Interesse an Computermodellen neuronaler Netzwerke und des Gehirns.
Der erste Teil des Buches gibt einen allgemeinen Überblick über die gegenwärtig wichtigsten Modelle neuronaler Netze zusammen mit einem kurzen Abriß ihres biologischen Hintergrunds. Der zweite Teil widmet sich der zentralen Frage, wie neuronale Verschaltungen im Gehirn in einem Selbstorganisationsprozeß entstehen können. Es wird gezeigt, wie aufgrund