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VORWORTHermann Bahr nennt Adalbert Stifter die letzte und schönste Frucht vom Baume Goethes", ein Wort, das Stifter glücklich gemacht hätte, wäre es noch zu ihm gedrungen. Verehrte er doch Goethe, zu dem er sich wie mit Zauber hingezogen fühlte", von ganzem Herzen. In Karlsbad geht er seinen geweihten, goldenen Spuren" nach, besucht den Sohn von Goethes Lotte, den Archivar Kästner und betrachtet ehrfurchtsvoll ein Blatt Papier, auf dem Goethes Hand geruht, und auf das er Buchstaben geschrieben hat."Ich bin zwar kein Goethe", schrieb er an seinen Verleger Gustav Heckenast, aber einer aus seiner Verwandtschaft, und der Same des Reinen, Hochgesinnten, Einfachen geht auch aus meinen Schriften in die Herzen."Die Natur war Stifter ein Spiegel des Götdichen. Wie Felix im Heidedorf" schheßt er alle Tore seiner Seele weit auf. - Er malt und dichtet und auch sein Dichten ist ein Malen, das die Stille belauscht und selbst tote Dinge zu geheimen Leben erweckt. Die Verwirklichung des Sanften