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Der junge Sam Price trat aus einem staubig-grauen, trocknen Mes-quitegestrüpp. Er trug ein totes Kaninchen, das er an den Ohren schwingen ließ. Er war ein schlaksiger, kleiner Junge, rührende elf Jahre alt, seltsam verquer aufgeschossen - wie vom Wind geschüttelte Maishalme. Seine geflickten Wildlederhosen hörten ein gutes Stück übet den von Brombeeren zerkratzten Knöcheln auf. Seine Füße, in selbstgemachten hmraches, waren schmutzig und unverhältnismäßig groß. Eine Strähne roten Haars fiel ihm locker über seine farblosen Augenbrauen und die sommersprossige Stirn. Seine Augen waren von ausgewaschenem Blau, wie das von altem Drillichzeug, und das zurückweichende Kinn verheh ihm den Ausdruck eines Kaninchens -eine sonderbar verwandtschafthche Ähnlichkeit mit dem Tier, das er trug. Der junge Sam Price eilte über ein Stück von der Sonne gebak-kenen, infolge der Dürre von Rissen durchzogenen Lehms und blieb jäh stehen, als er ein fremdes dunkelbraunes Pferd an dem Pfahl vor einem quadratischen Haus festgebunden sah. Das Haus war aus an der Sonne getrockneten Ziegeln gebaut und hatte ein Dach aus groben, roten Dachplatten. Es war weiß gekalkt, aber der Kalkanstrich begann abzublättern und gab dem Lehmziegelhaus ein aussätziges Aussehen.
Sam Price blieb stehen, um das dunkle Pferd zu betrachten: es hatte einen Sattelrücken, einen Hirschhals und eine häßliche Ramsnase; zudem wirkte es lahm. Die Rippen traten unter dem von Staub verkrusteten Fell scharf hervor. Der ausgesessene, billige Sattel war von stachligem Gestrüpp gezeichnet. Sehr argwöhnisch betrachtete Sam Price das Pferd, wie einen ungebetenen Fremden.
Er ging an dem Pferd vorbei; an der Tür kam ihm seine Mutter entgegen. Ada Price hielt ihre Hände unter der ausgeblichenen blaukarierten Kattunschürze gefaltet. Ihr Mund war eine dünne Linie über zahnlosem Zahnfleisch, und ihr verwaschenes, leicht rötliches Haar hatte sie strafl" zu einem Knoten nach hinten gezogen. Sie mußte früher einmal hübsch gewesen sein, Spuren davon waren noch zu erkennen; die Ähnlichkeit zwischen Mutter und Sohn war auffälhg.
„Wem gehört das Pferd, Ma ?"
Ada Price streifte das heruntergekommene Tier mit einem ärgerlichen Blick. „Beeil dich und zieh das Kaninchen ab", sagte sie. „Ein Segen, daß du es gefangen hast. So haben wir wenigstens Fleisch zum Abend. Dein Pa ist zurück."
„Aber das ist doch nicht das Pferd, mit dem er weggeritten ist "
„Das weiß ich. Nun beeil dich, zieh das Kaninchen ab und wasch dich zum Essen."