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«Guten Tag. Sie werden gebeten, vor das Milchglasfenster im linken Torpfeiler zu treten. Achten Sie darauf, daß Ihr Gesicht direkt vor dem Fenster ist und daß Sie einen Abstand vom Glas halten, der etwa zehn Zentimeter beträgt! Danke.» Die metallische, tiefe Frauenstimme, die aus den Sprechschlitzen einer Chromtafel - und sicherlich vom Band - kam, wenn man an diesem Parktor auf die Klingel drückte, schwieg. Strom rauschte in der offenen Verbindung. Ich kannte das Theater schon, ich war schon einmal hier gewesen, nachts zuvor. Also hin zu dem überdachten kleinen Milchglasquadrat im linken Torpfeiler. Ich mußte mich ein wenig bücken, denn ich bin 1,82 Meter groß. Schön den richtigen Abstand hahen. Es war eiskalt, es regnete in Strömen an diesem Abend des 24. November 1971, einem Mittwoch, und dazu tobte ein widerwärtiger, fauchender Sturm über Paris.
Der Regen troff mir vom Mantel, rann mir in den Kragen, drang durch die Schuhsohlen. Ich schluckte schon, seit ich in Paris und in diesem Dreckwetter war, vorsorglich Antigrippemittel, denn das fehlte noch, daß ich jetzt krank wurde. Am Uebsten wäre ich total besoffen gewesen, so mies fühlte ich mich, so de-goutiert war ich. Aber von Saufen konnte keine Rede sein. Ich brauchte jetzt einen glasklaren, zu eiskalten Überlegungen fähigen Kopf. Denn wenn nun noch etwas passierte Über mir flammte grelles Licht auf. Ich kannte auch das schon, leder, der hierher kam und das Recht besaß, einzutreten, kannte es. Sie sagten es ihm vorher, wie sie es mir gesagt hatten. In der schloßartigen alten Villa hinter dem Park, die ich in der Finsternis nicht sehen konnte, hatten sie eine kleine, hausinterne Fernsehanlage. Der Bulle, der gerade Wache schob (sie lösten einander in Abständen von acht Stunden ab, rund um die Uhr, das hatten sie mir auch gesagt), besaß in seinem Zimmer (das sie mir allerdings nicht gezeigt, von dem sie nur erzählt
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