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NORBERT BAUMERT S.J. »NIEMAND KANN SAGEN: HERR IST JESUS, AUSSER IM HEILIGEN GEIST.«- CHARISMATISCHE ERNEUERUNG DER KIRCHE In diesem Beitrag geht es um die Kirche und um nichts anderes, nicht um irgendeine Gruppé oder Bewegung. Somit geht es um uns, die wir Gemeinde Christi sind. Wir wollen darüber nachdenken, aus welchen Quellen wir als Gemeinschaft der Glaubenden leben und wie dieses Leben Gestalt gewinnt. Die Kirche, ein Werk des Heiligen Geistes Schauen wir auf den Anfang. Jesus sammelte Menschen um sich und wáhlte zwölf von ihnen aus, »damit sie bei ihm seien«. Hier war nicht irgendein Freundeskreis entstanden. Die Initiative war von einem einzigen Mann ausgegangen, der genau wufíte, was er wollte. Und wie der Ursprung, so blieb er der stándige Mittelpunkt dieser Gemeinschaft. Um so hárter traf es die Jünger, als diese Mitte durch den Tod Jesu herausgebrochen wurde. Für einen Augenblick drohte der Kreis auseinanderzuf allén. Der Auferstandene aber nahm seinen Platz nicht mehr in gleicher Weise ein, sondern verwies die Jünger noch deutlicher als vorher auf den »anderen Beistand«. Jesus weist von sich weg, nicht nur auf den Vater, sondern auch auf den Geist, der an seine Stelle tritt. Jener wird auf andere Weise dasselbe leisten, was der irdische Jesus bisher getan hatte. Er wird »bei ihnen sein«, jederzeit für sie bereit, die lebendige erfahrbare Mitte ihrer Gemeinschaft, so dafi die Apostel dann sagen können: »Der Hl. Geist und wir habén beschlossen...« (Apg 15,28). Seit Pfingsten ist so der Hl. Geist die tragende Person in der Kirche. Von ihm geht alle Initiative aus, wie man in der Apostelgeschichte sieht; man hat dieses Buch darum das »Evangelium des Hl. Geistes« genannt. GewiíJ ist er der Geist Jesu, aber