Bővebb ismertető
„Oft hatte Georg Klein plötzlich das Gefühl, in ein Niemandsland geraten zu sein. Er ist weg aus seiner Welt, in die er auch nicht mehr zurück kann, in die er auch gar nicht zurück will, weil ihm schon vor der Vorstellung graut, wieder in einer Fabrik zu stehen, noch dazu unter Menschen, die in ihm lángst einen Gegner sehen, und in eine andere Welt kommt er einfach nicht hinein, und wenn er sich schon manchmal in ihr drinnen glaubt, dann merkt er doch, daB er hier nicht daheim ist." Georg Klein, der soziale Aufsteiger, von dem Gernot Wolfgruber erzáhlt, glaubt den Einstieg in ein besseres Leben geschafít zu habén, ist es ihm doch gelungen, den blauen Arbeitsanzug gegen das Statussymbol des Angestellten, den weiBen Kragen, einzutauschen. Der geglückte Karrieresprung wird für ihnallerdings zum Problem, zur individuellen Tragödie, denn mit diesem Schritt ist er seiner proletarischen Identitát verlustig gegangen, sind all seine bisherigen Erfahrungen unbrauchbar geworden. Weil er voll akzeptiert werden will, weil ihn die Angst peinigt, als ehemaliger Arbeiter erkannt zu werden, unterliegt er dem Zwang, sein ÁuBeres, sein Benehmen, seinen Umgang den veránderten Verháltnissen totál anzupassen. Doch so sehr er sich auch abmüht, heimisch wird Klein in dem neuenMilieu, in dem er keinerlei Rückhalt findet, nicht, und seine Unsicherheit, die er immer verzweifelter zu überspielen sucht, wáchst nur noch. Klein ist aufgestiegen, angekommen ist er jedoch im Niemandsland. Der Autor Gernot Wolfgruber, 1944 in Gmünd in Niederösterreich geboren, nach der Hauptschule Lehrling und Hilfsarbeiter in verschiedenen Berufen, dann Programmierer. Als Externer holté er die österreichische Matúra nach und studierte anschlieBend Publizistik und Politologie. Er lebt als freier Schriftsteller in Wien. Weitere Veröffentlichungen: ,Auf freiem FuB' (1975), ,Herrenjahre4 (1976), ,Der Jagdgast' (1978).