Bővebb ismertető
V.] n^iih-rnngIm Bereich der vielfältigen Rezeption deutschsprachiger Literatur in Ungarn nimmt Nikolaus Lenau eine Sonderstellung ein. Während viele Dichter und Schriftsteller, unter ihnen auch die Größten der deutschen Literatur, ausschließlich durch Ubersetzungen ihrer bedeutendsten Werke (oft nur lange Zeit nach ihrem Tode) den Weg zum ungarischen Leser fanden, spielen bei diesem österreichischen Vormärz-Lyriker auch andere Faktoren eine wichtige Bolle. Sein Geburtsort im Karpatenbecken, die Kinder- und Jugendjahre im damaligen Ungarn, - in Ofen und Fest, Sátoraljaújhely und Tokaj, Preßburg und Ungarisch-Alten-burg, - die dadurch beeinflußte Themenwahl in vielen seiner Gedichte bestimmen den Gesamtcharakter seiner Werke und wirkten sich unmittelbar auch auf ihre Rezeption in Ungarn aus.Einige Höhepunkte in den rund hundertfünfzig Jahren der Lenaurezeption in Ungarn beweisen dies ganz besonders. Bereits die ungarischen Zeitgenossen Lenaus interessierten sich für den Dichter, weil er nach der einen Meinung Ungarn im westlichen Ausland bekannt machte, oder sie wandten sich gegen ihn (was ebenfalls seinen Hamen verbreitete), weil er - wie es bereits damals hieß - zur irrtümlichen Vermischung von Realität und Romantik, von Ungarn tum und Zigeunertum, von ungarischer Volksmusik und Zigeunermusik beitrug und damit dem Ausland ein falsches Bild über Ungarn vermittelte.Der österreichische Zeitgenosse von Sándor Petőfi und János Arany erweckte durch Verwandtschaft in seiner Thematik, den angewandten dichterischen Gattungen, den Gedichtformen und der Gliederung vieler seiner Gedichte bereits früh das Interesse der ungarischen Leser. Es bildete sich in ihrer Auffassung auch recht bald ein Dreigestirn dér europäischen revolutionären Vormärzdichtung heraus, das neben Sándor Petőfi und Heinrich Heine Nikolaus Lenau als gleichrangig in den Bund auf-