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Prof. Dr. E. Jähnchen - Nitroglycerin IX [antikvár]
 
EinleitungDie Historie der Nitrate ist inzwischen über 130 Jahre alt. Sie begann 1867 mit der Entdeckung, daß Nitroglycerin antianginös wirkt (Brunton 1867). Schon im Jahre 1858 wurden ähnliche Beobachtungen von dem Briten Alfred Field publiziert. Nach Selbstversuchen hatte er erstmals eine Frau, die an Angina-pectoris-Beschwerden litt, mit Erfolg behandelt und schrieb dem Mittel antispasmatische" Ki'äfte zu. Der Wirkmechanismus war jedoch zunächst ungeklärt.1933 publizierte Sir Thomas Lewis eine Monographie, in der über die positive...
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EinleitungDie Historie der Nitrate ist inzwischen über 130 Jahre alt. Sie begann 1867 mit der Entdeckung, daß Nitroglycerin antianginös wirkt (Brunton 1867). Schon im Jahre 1858 wurden ähnliche Beobachtungen von dem Briten Alfred Field publiziert. Nach Selbstversuchen hatte er erstmals eine Frau, die an Angina-pectoris-Beschwerden litt, mit Erfolg behandelt und schrieb dem Mittel antispasmatische" Ki'äfte zu. Der Wirkmechanismus war jedoch zunächst ungeklärt.1933 publizierte Sir Thomas Lewis eine Monographie, in der über die positive Nitratwirkung in Bezug auf eine Erweiterung der Herzkranzgefäße sowie über eine verbesserte Versorgung des Myokards mit Sauerstoff nach Gabe von Nitroglycerin berichtet wurde (Lewis 1933). Die vorlastsenkende Wirkung der Nitrate und die Verminderung des myokardialen Sauerstoffbedarfes wurde 1959 durch Gorlin beschrieben (Gorlin et al. 1959).Im Jahre 1980 fanden Furchgott und Zawadski (Furchgott et al. 1980), daß die gefäßrelaxierende Wirkung von Vasodilatatoren von der Anwesenheit von intaktem Endothel (endothelialer Zellen) abhängig ist. Mitte 1986 gelangte Furchgott zu der Vorstellung, daß es sich beim Endothelfaktor, der die Gefäß-relaxtion auslöst, dem sogenannten EDRF, möglicherweise um Stickstoffmo-noxyd (NO) handelt (Furchgott 1988). Zur selben Zeit kamen Ignarro et al. (1988) zu dem Ergebnis, daß es sich beim EDRF entweder um NO oder eine nahverwandte Verbindung handeln müsse. Der Pharmakologe Ferid Murad (Houston, Texas) hatte ebenfalls analysiert, wie Nitroglycerin vasodilatierend wirkt. 1977 entdeckte er, daß die NO-Freisetzung der Substanz die entschei-dene Rolle spielt. Murad war fasziniert, das ein solch einfaches Gas-Molekül zelluläre Funktionen regulieren kann. Mit diesen Ergebnissen war es gelungen, nach über einem Jahrhundert therapeutischer Erfahrungen mit Nitroglycerin den Wirkmechanismus der Nitrate zu erklären.Die Wichtigkeit dieser Erkenntnisse von Furchgott, Ignan-o und Murad wurde in Ihrer Bedeutung dadurch unterstrichen, daß ihnen für diese Forschungsarbeiten 1998 der Nobelpreis für Medizin zugesprochen wurde. Dieser Nobelpreis zeigt auch, daß die Nitrate und ihre Wirkungsweise auch nach über 130 Jahren immer noch aktuell und für die Wissenschaft hochinteressant sind.

Termékadatok

Cím: Nitroglycerin IX [antikvár]
Szerző: Prof. Dr. E. Jähnchen , Prof. Dr. S. P. Glasser Prof. Dr. W. Langosch
Kiadó: Walter de Gruyter GmbH & Co. KG.
Kötés: Fűzött keménykötés
ISBN: 3110167751
Méret: 160 mm x 220 mm
Prof. Dr. E. Jähnchen művei
Prof. Dr. S. P. Glasser művei
Prof. Dr. W. Langosch művei
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