Bővebb ismertető
^s war nichts Besonderes an dem verwilderten Hektar Ackerland unterhalb eines Dorfes am Rande der Dolomiten. Er lag am Fuß eines Abhangs, der mit Hartholzbäumen bewachsen war, aus denen man gut Feuerholz machen konnte, was dann auch als Argument diente, den Preis nach oben zu drücken, als das Grundstück mit dem zweihundert Jahre alten Haus darauf zum Verkauf kam. Im Norden erhob sich ein kahler Berg über der Ortschaft Ponte nelle Alpi; knapp hundert Kilometer südlich lag Venedig, zu weit entfernt, um Politik oder Brauchtum der Gegend zu beeinflussen. In den Dörfern sprachen die Leute nur widerwillig Italienisch; sie fühlten sich in ihrem Belluneser Dialekt mehr zu Hause,
Das Land hatte fast ein halbes Jahrhundert brachgelegen, das Steinhaus darauf ebenso lange leergestanden. Die großen Schieferplatten auf dem Dach, die das Haus vor Regen und Schnee schützen sollten, hatten sich durch Alter und plötzliche Temperaturschwankungen verschoben, vielleicht auch durch das eine oder andere Erdbeben, das im Lauf der Zeit die Gegend heimgesucht hatte. Viele der Platten waren heruntergefallen und die oberen Zimmer dadurch den Elementen preisgegeben. Um Haus und Grundstück stritten acht Erben, von denen keiner sich die Mühe gemacht hatte, die Schäden einzudämmen, weil er die paar hunderttausend Lire dafür womöglich nie wiedergesehen hätte. So konnten Schnee und Regen zuerst einsickern.