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VORWORT
In allen Zweigen der Technik ist für die Erfüllung ihrer Planaufgaben eine wichtige Voraussetzung, daß durch wissenschaftlich begründete Arbeitsorganisation der höchste Nutzeffekt der Arbeit unserer Werktätigen und die volle Auslastung der verfügbaren Produktionsmittel erreicht wird. Nomogramme können unsere Schaffenden dabei sehr wirkungsvoll unterstützen. Sie bringen ihnen klarer zum Bewußtsein, welche einzelnen Faktoren ihrer Arbeit zugrunde liegen und in welchem funktionellen Verhältnis diese zueinander stehen. Dadurch wird ihnen Planung und Ausführung vieler Arbeiten erleichtert. So hilft das Drehnomogramm nach Dr.-Ing. Riede dem Dreher bei der Beurteilung von Spantiefe, Vorschub, Drehzahl, Werkzeugeignung, Maschinenleistung und Maschinenzeit und befähigt ihn, die richtigen technischen Werte dafür zu wählen.
Je nach Art der Berufsaufgaben der Werktätigen ist die Schwierigkeit der Nomogramme verschieden. Die einfachen dienen vor allem dazu, daß Facharbeiter und Meister ihre Arbeit schärfer durchdenken und wissenschaftlich besser begründet gestalten; die schwierigeren fördern das gedeihliche Zusammenarbeiten von Arbeitern und Intelligenz.
Das vorliegende Fachbuch wird in beiden Fällen ein zuverlässiger Helfer sein. Es ist gedacht einerseits als Ratgeber für die Praxis, anderseits als Hilfsmittel bei der Ausbildung der Techniker und Ingenieure an den Fachschulen sowie bei der Weiterbildung der Werktätigen in Kursen oder durch Selbststudium.
Zum Verständnis des Buches sind mathematische Kenntnisse nur bis zu den Logarithmen und Proportionen, bis zu den einfachen Gleichungen und grundlegenden geometrischen Beziehungen erforderlich. Vor allem ist auf gründliches mathematisches Denken Wert gelegt. Höhere mathematische Kenntnisse anzuwenden, ist mit voller Absicht vermieden worden, da sich die Nomographie auch mit einfachen Mitteln gut anwenden läßt. Grundsätzlich sind auch nur nicht übermäßig schwierige Nomogramme herangezogen worden, weil sich erfahrungsgemäß diese allein in der Praxis auf die Dauer bewähren. Außerdem ist darauf Rücksicht genommen, daß selbst Techniker und Ingenieure, die längere Zeit in der Praxis stehen, ihre erworbenen mathematischen Kenntnisse oft nicht mehr voll in Bereitschaft haben;
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