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GLIEDERUNGBUCH II. i.i.1.2.1.2.I.1.2.2.1.2.3.1.3.2.2.1.2.I.I.2.1.2.2.1.2.1.2.1.2.2. 2.1.2.2.1.Einleitung (624ai)Äußerer Rahmen und Gegenstand des Gesprächs; die reUgiöse Grundlage der Gesetzgebung in Sparta und Kreta (624ai)Der Zweck des Staates und seiner Gesetze (625C6) Eine gute Gesetzgebung zielt nicht so sehr auf den Sieg in auswärtigen Kriegen, als vielmehr auf den inneren Frieden der Bürgerschaft (625C6) Demnach bezweckt der Staat über die bloße Tapferkeit hinaus die allseitige Tugend jedes einzelnen Bürgers (628e2)Darüber hinaus bezweckt er für alle Glückseligkeit, d.h. den Besitz sämtlicher Güter in ihrer richtigen Ordnung (6 3 od 2)Plan einer Mustergesetzgebung nach den aufgestellten Prinzipien bzw. Plan der weiteren Erörterungen (63 id2)Ausführlichere Darlegung der einleitend entwickelten Grundsätze (633a3) Der Staat als Erzieher zu ungeteilter Tugend (633a3)Tapferkeitstraining in Sparta: Wahre Tapferkeit richtet sich auch gegen Lust und Begierde, schließt Besonnenheit und Harmonie der Triebe mit der Vernunft ein und bedarf entsprechend breit angelegter Übung (63 3a3)Die Besonnenheit (Selbstbeherrschung) und wieman sie fördern könnte (63 5e4)Vorteile und Gefahren von Speisegemeinschaftenund öffentlichen Leibesübungen (63 5e4)Lustbarkeiten und Symposien {G1GC4)Ob sie in Sparta zu Recht geächtet sind, daß mansie unvoreingenommen prüfen muß und wie dasmöglich ist (636e4)' I /VV,I '''ll.''?MGesetzeEIN GASTFREUND AUS ATHEN KLEINIAS, EIN KRETER MEGILLOS, EIN LAKEDÄMONIERERSTES BUCHI. EinleitungI.I. Äußerer Rahmen und Gegenstand des Gesprächs; die religiöse Grundlage der Geset^ebung in Sparta und KretaDER ATHENER: Gilt ein Gott oder der Sterblichen Einer bei euch, ihr Gastfreunde, für den Urheber eurer Gesetzgebung?KLEINIAS: Ein Gott, Freund, ein Gott, das darf man mit vollem Rechte sagen, nämlich bei uns Zeus, bei den Lakedä-moniern aber, bei denen dieser hier zu Hause ist, heißt es, glaub' ich, Apollon.MEGILLOS: Ja wohl.DER ATHENER: Du meinst also wohl (damit), im Anschluß an Homeros, daß Minos alle neun Jahre einmal seinen Vater besuche, um mit ihm eine Zusammenkunft zu halten, und so nach dessen Eingebungen euren Staaten ihre Gesetze erteilt habe?KLEINIAS: Ja, so heißt es bei uns, und eben so auch daß sein Bruder Rhadamanthys ihr kennt seinen Namen der gerechteste Mann gewesen sei; und wir Kreter wenigstens möchten behaupten, er habe sich dieses Lob durch die Trefflichkeit erworben mit welcher er in damaliger Zeit Recht erteilte.DER ATHENER: Und wahrlich ein schöner Nachruhm ist das und ein solcher der ganz eines Sohnes des Zeus würdig ist! Da ihr nun aber in solcherlei Gesetzesbräuchen auferzogen seid, du sowohl als dieser hier, so vermute ich, es wird euch nicht unangenehm sein wenn wir jetzt eine wechselseitige Unterhaltung über Staatsverfassung und Gesetze mit unserer Wanderung verbinden. Ist doch überdies der Weg von Knosos nach der Grotte und dem Heiligtume des Zeus, wie ich höre.624ä625a