Bővebb ismertető
1. Kapitel
Am Weihnachtsmorgen ging Lewis Burkholder wie an jedem Wintermorgen früh mit Nop hinaus, um das Vieh zu futtern. Tinka kam mit Nop zur Tür, und wie immer sagte Lewis: „Geh zurück, Tinka" und sperrte die Hündin in die Küche. Nop machte jetzt alles allein, obwohl die achthundert Schafe und siebzig Rinder der Farm eigentlich zuviel Arbeit für einen jungen Hund bedeuteten.
Lewis' Stiefel knirschten auf dem gefrorenen Matsch. Es war klirrend kalt, aber vor Januar bleibt in diesem Teil Virginias der Schnee nie liegen.
Am Himmel hing strahlend der Große Wagen. Lewis rieb seine ledernen Fäustlinge aneinander und vergrub sich tiefer in seine Jacke. Er war ein schlanker Mann mit braunen Haaren, der seine eigene Farm am Shenandoah bewirtschaftete.
Weil Feiertag war, wollte Lewis seinem Vieh etwas Besonderes futtern. Nicht das dünne Knäuelgras, sondern dickstengelige grüne Luzerne, die sonst nur die säugenden Mutterschafe oder die Böcke vor der Paarungszeit bekamen.
Lewis stieg auf den Traktor. Die Lichtfächer der Scheinwerfer streiften über die reifbedeckten Gräser an den Rändern des Feldwegs.
Nop war hinten auf den Heuwagen gesprungen und lag zitternd vor Kälte zwischen den duftenden Ballen. Erwartungsvoll hielt er nach den ersten Schafen Ausschau. Im Osten hatte sich der Himmel dunkelblau gefärbt, und die Sterne wurden dort fahler, bis sie ganz verschwanden.
Sie tuckerten an abgeernteten Maisfeldern vorbei, auf deren Stoppeln die gefrorenen Kuhfladen wie schwarze Steine aussahen. Als Lewis abstieg, um ein Gatter zu öffnen, sprang Nop auf den obersten Heuballen. Dort stand er leicht hin und her schwankend und sah sich um. Er erspähte ein paar Schafe - junge Mutterschafe aus Zimtnases Herde. Er hörte ihre Glöckchen bimmeln. Eines stampfte warnend auf den Boden; ein anderes blökte einer Gefährtin etwas zu.
Unversehens glitt Nop vom Heuwagen und jagte los.
„Nop! Aus, Nop!"