Bővebb ismertető
Ungvári Tamás könyvtárából. Sarkai kopottasak, a kötet elején helyenként ceruzás aláhúzások, lapszéli jelölések.
Gustave M. Gilbert wurde als Kind österreichisch-jüdischer Einwanderer in New York geboren. 1939 promovierte er an der Columbia University in Psychologie. Im Zweiten Weltkrieg wurde er mit dem Rang eines First Lieutenants als Mitarbeiter des Nachrichtendienstes der US Army in Europa eingesetzt. Auf Grund seiner Deutschkenntnisse wurde er 1945–1946, nun im Rang eines Hauptmannes, zusammen mit Douglas M. Kelley und anderen als Übersetzer und Gefängnispsychologe an den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg berufen. Er begutachtete dort die Angeklagten des ersten Hauptkriegsverbrecherprozesses und konnte mit NS-Funktionären wie Hermann Göring, Joachim von Ribbentrop, Wilhelm Keitel, Hans Frank, Rudolf Heß und Ernst Kaltenbrunner ausführliche Gespräche führen. Gilbert gab sich seinen Gesprächspartnern dabei nach einiger Zeit als Jude zu erkennen, was die Befragten aber offenbar nicht beeindruckte. Über seine Begegnungen mit den angeklagten NS-Größen berichtete Gilbert 1947 in seinem Nürnberger Tagebuch, das weltweit gelesen wurde. 1954 war Gilbert Associate Professor am Michigan State College, 1961 Chef des Psychologischen Instituts an der Long Island University in Brooklyn, New York. Beim 5. interamerikanischen Psychologiekongress wurde er 1957 in Mexiko-Stadt zum President-elect (zum nächstfolgenden Präsidenten) gewählt. Am 29. Mai 1961 berichtete er als Sachverständiger im Eichmann-Prozess in Jerusalem, wie insbesondere Auschwitz-Kommandant Rudolf Höss ihm die zentrale Rolle Adolf Eichmanns bei der Endlösung der Judenfrage beschrieben hatte. Wann immer Höss moralische Zweifel an der „Endlösung“ gehabt habe, habe Eichmann diese zerstreuen können.