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Cornelia sah den Polizeiwachtmeister erst, als er vor ihr stand. Die Sonne schien auf die Sonnenschirme vor dem Tearoom. Autós, StraBenbahnen und Omnibusse fuhren die HauptstraBe hinauf oder bogén in die Kastanienallee ein. Gegenüber dem Tea-room warf ein Kastanienbaum seinen Schatten auf den Eingang der Wirtschaft «Zur blühenden Kastanie » und auf den schmalen Vorgarten, der von einem Eisengitter eingefaBt war. An dem Eisengitter stand Cornelia. Sie hatte braune Augen und keck geschnittene Haare. Ihr hübsches Gesicht war rot vor Zorn und von einigen Tránen verschmiert. « Gemeinheit!» zischte sie wütend. Ein Junge mit einem Fahrrad stand bei ihr. Zwei Halbwüchsige lehnten sich an ihre Mopeds, zwei Jungen waren zu FuB. Alle redeten auf Cornelia ein. Als der Polizeiwachtmeister kam, wurde es still. «Mein Rad ist weg!» stieB Cornelia hervor. Der Wachtmeister war groB. Uniform und Dienstmütze standén ihm gut. In seinem Gesicht rührte sich nichts. «Hm», sagte er nur. «Ein blitzneues Rad!» sprudelte Cornelia hervor. «Es war grün, mit Dreigangschaltung, Nabenschaltung, Sturmklingel und Scheinwerfer. Kein Damenrad. Ein richtiges, schickes Herrenrad mit Tachometer und Wimpelstange und einem Wimpel daran. Ich bin erst ein einziges Mai damit gestürzt, und davon hat es einen winzi-