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Nur ein Pony
Die ganze Stadt war geschmückt. Bunte Fahnen flatterten im Frühlingswind, Blumensträuße schmückten Balkoné und Fenster, die Wege waren sauber gefegt. In der Hauptstraße, die in grader Linie bis zur Kirche führte, parkten blankpolierte Autos in jeder Farbe und Größe. Vom alten Marktplatz schallte fröhlicher Gesang.
Soeben hatte der Bürgermeister seine Festrede beendet. Die Musikanten des Städtchens begannen ihr Konzert mit einem Lied, das ein Bürger der Stadt gedichtet und vertont hatte. Es handelte von einem mutigen schlauen Mann, seinem pfiffigen Söhnchen und — einem Pferd! Jawohl, einem Pferd! Die drei hatten vor dreihundertunddreißig Jahren gelebt und den Ort Kleinglitzbach vor Plünderung und Mord bewahrt, die damals zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges an der Tagesordnung waren. Es gab damals wohl einige ,,Helden", die Spaß am Krieg hatten, doch Hunderttausende unschuldiger Menschen bangten um ihr Leben. Sie hungerten und spürten die Not des Krieges. Zu ihnen gehörten auch die wenigen Einwohner des Örtchens Kleinglitzbach.
Die Männer waren längst Soldaten geworden. Ob es ihnen gefiel oder nicht, sie mußten Frau und Kinder verlassen und in den Krieg ziehen. So gab es in Klein-