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VORWORT
Das Leben in unserer Welt ist kompliziert. Ob wir es wissen oder nicht, ob wir es wollen oder nicht, wir sind verstrickt in unzählige Zusammenhänge des Lebens und haben Anteil an dem, was im ganzen und im großen geschieht. Man kann sich da nicht mit ein paar Faustregeln der Lebensweisheit hindurchstehlen, wir müssen die Welt in ihrer Vielfalt und Kompliziertheit annehmen und ernst nehmen. Gerade weil wir Christen sind. Denn Christus selbst hat es so getan. Und doch hat Christus gesagt: „Eines nur ist notwendig . . ." (Lk 10, 42). Wie sollen wir beides vereinbaren?
Die Überlegungen der folgenden Seiten wollen hierfür einen Hinweis geben. Sie setzen ein bei der Kompliziertheit unserer Welt. Sie fangen darum ziemlich spröde und theoretisch an. Aber sie wollen von dort aus zu der Einfachheit und Unmittelbarkeit des Evangeliums vordringen und danach fragen, wie diese Einfachheit und Unmittelbarkeit uns in der verwirrenden Vielfalt des heutigen Lebens geleiten kann, ohne daß wir an der Wirklichkeit vorbeigehen, ohne daß wir uns in das Getto einer weltfernen Innerlichkeit zurückziehen.
Den Mut, diese Gedanken vorzulegen, habe ich deshalb, weil es nicht nur meine Gedanken sind. Als ich sie niederschrieb, wußte ich nicht, daß aus ihnen ein kleines Buch würde. Es waren Notizen aus dem Ge-