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1. ORT UND BEGLEITUMSTANDE DER GEBURT OLIVERS
Unter anderen öffentlichen Gebäuden einer gewissen Stadt, die ich aus mancherlei Gründen Heber nicht nennen noch auch mit einem erdachten Namen bezeichnen möchte, befindet sich eines, das die meisten Städte, große wie kleine, von alters her miteinander gemein haben, nämlich das Armenhaus. Hier nun wurde an einem Tage und Datum, um dessen genaue Angabe ich mich weiter nicht kümmern will, da es den Leser, zumal in diesem Stadium des Berichts, schwerlich besonders interessiert, jener Kandidat der Sterblichkeit geboren, dessen Name sich in der Überschrift dieses Kapitels befindet. Noch lange, nachdem er durch den Gemeindearzt in diese Welt der Sorgen und Mühen eingeführt worden war, blieb es höchst zweifelhaft, ob das Kind lange genug leben würde, um überhaupt einen Namen zu erhalten, in welchem Falle es mehr als wahrscheinlich ist, daß diese Denkwürdigkeiten sich nie hätten ereignen können - oder wenn sie es doch getan haben würden, das unschätzbare Verdienst gehabt hätten, die knappste und genaueste Lebensbeschreibung der Literatur aller Zeiten und aller Länder zu sein.
Ich will nicht behaupten, daß es zu den glücklichsten und beneidenswertesten Schicksalen eines menschlichen Lebewesens gehört, in einem Armenhaus geboren zu werden, wage aber doch zu sagen, daß es in diesem besonderen Falle noch das Beste war, was Oliver Twist zustoßen konnte. Es kostete nämlich viel Arbeit, den armen Jungen dazu zu bewegen, die Mühe des Atmens auf sich zu nehmen, was ja auch ein beschwerliches Ge-