Bővebb ismertető
VorwortWissen, was gespielt wird - ein erstrebenswerter Zustand, der im Opernhaus nicht immer leicht zu erreichen ist: Klangwogen aus dem Or-chestergraben, stimmgewaltige und nicht selten undeutlich deklamieren-de Darsteller, manchmal französische oder italienische Libretti und die Vielschichtigkeit der Handlung selbst machen es oft mühsam, dem Gang des Werkes zu folgen.Hier möchte unser Opern-, Operetten- und Musicalführer helfen. Wir habén uns bemüht, den rőten Faden der behandelten Stücke knapp und verstándlich herauszuarbeiten, damit der Musikgenuft nicht durch Ratlo-sigkeit getrübt wird.Ausschlaggebend für die hier getroffene Auswahl war das, was auf den deutschsprachigen Bühnen der Gegenwart tatsáchlich zu sehen und zu hören ist. Ferner wurde der Trend zur Wiederbelebung der Barock-Oper und die dauerhafte Beliebtheit der Oper des slawischen Raums berück-sichtigt. Einige weniger háufig gespielte Werke verdanken ihre Aufnah-me der ihnen eigenen musikgeschichtlichen Bedeutung. Werktitel und Namen wurden ohne Schematismus in der gángigsten Form und Schreibweise angeführt und dort auf eine deutsche Überset-zung verzichtet, wo sie keine zusátzliche Information darstellt. Die im Musicalteil genannten Uraufführungsdaten sind nicht mit der tatsáchlich ersten Aufführung eines Stücks identisch. Denn nach Mei-nung der Experten beginnt ein Musical seine offizielle Laufbahn erst dann, wenn es - nach womöglich monatelangen Testaufführungen in der Provinz - am Broadway oder in den Theatern des Londoner West Ends über die Bühne geht. Auf dieses meist medientráchtige Ereignis beziehen sich nach allgemeinem Brauch auch unsere Angaben, sofern nicht aus-drücklich anders vermerkt.Noch etwas ist in der Welt des Musicals anders als in der von Oper und Operette: Die Bühnenproduktion, die Show, genieftt absoluten Vor-rang gegenüber der Partitur, gegenüber dem Werk also. GroBzügiges Streichen und Umstellen von Szenen ist nicht weniger üblich als die Praxis, Hits aus anderen Werken des Komponisten einzubauen. Die Folge sind nicht selten betráchtliche Abweichungen von Einzelheiten der Ori-ginalhandlung. Aus diesem Grund wurden die Inhaltsangaben der Musicals auf das Nötigste beschránkt, wurde ferner darauf verzichtet, die háufig nur für bestimmte Aufführungen erstellten deutschsprachigen Versio-nen anzuführen.Manfréd Joh. Böhlen Johannes Jansen