Bővebb ismertető
Zur EinführungOrchideen sind die artenreichste Pflanzenfamilie unter allen Blütenpflanzen der Erde. Man kennt heute über 25000 Arten, die zu mehr als 700 Gattungen zusammengefaßt werden, und noch immer werden ständig neue entdeckt. Sie sind nahezu über die ganze Erde verbreitet. Die meisten Arten sind in den tropischen und subtropischen Zonen daheim, aber manche dringen selbst bis in die unwirtlichen, rauhen Gebiete der Hochgebirge und bis Feuerland und Spitzbergen vor. Wenn man sich dieses enorme Verbreitungsgebiet vergegenwärtigt, wird auch begreiflich, daß in ebendieser Pflanzenfamilie eine geradezu immense Formenfülle herrscht. Die Gestalt einer Pflanze steht ja immer in engstem Zusammenhang mit ihrem Lebensraum und ihren Lebensgewohnheiten. Grundsätzlich können wir nach ihrer Lebensweise terrestrische (erdbewohnende) und epiphytische (baumbewohnende) Orchideen unterscheiden. Während es terrestrische Orchideen in nahezu allen Klimazonen gibt, treten epiphytische fast ausschließlich in den Tropen und Subtropen auf, in Gebieten also, die während der Vegetationsperiode nicht nur höhere Temperaturen und intensivere Belichtung, sondern auch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Zu diesen epiphyti-schen Orchideen zählen die meisten jener bezaubernden Blüten, die wir aus den Schaufenstern der Blumenläden kennen und die man heute bereits in Gewächshäusern zu züchten versteht. Doch sind diese Zuchtmethoden bei uns noch gar nicht so alt. Wohl haben Japaner bereits im 17.Jahrhundert Orchideen in Hängekultur zum Blühen gebracht, doch nach Europa gelangte die erste lebende tropische Orchidee erst 1731; sie stammte von den Bahamainseln. Und erst im 19. Jahrhundert lernte man auch in Europa Orchideen zu kultivieren und, später, zu züchten. Terrestrische Orchideen aber verlangen vom Gärtner andere Methoden. Während man heute wohl versteht, epiphytische Orchideen aus Samen aufzuziehen, stecken entsprechende Versuche mit terrestrischen europäischen Orchideen noch in den Kinderschuhen. Erschwerend wirkt sich aus, daß die winzigen, staubfeinen Orchideensamen zum Keimen eines besonderen Pilzes bedürfen. Die erfolgreichen Methoden, die für epiphytische Orchideen entwickelt wurden, sind bei terrestrischen Orchideen nicht anwendbar - Beweis dafür, daß Orchideen recht geheimnisvolle Pflanzen sind.Abb. 1: Epipactis helleborine ist die größte unserer heimischen Sumpfwurzarten. Sie tritt gleichermaßen an feuchten Stellen in schattigen Wäldern wie auf trockenen, steinigen Böden auf, wo sie direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist.