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Vorwort und Einleitung
Von der Kirche wird gesagt, daß sie „Semper reforman-da" sei, d. h. ständig sich erneuern müsse. Das bedeutet aber: Jeder einzelne in ihr, jede Gemeinschaft, jeder Stand, jede christliche Gemeinde steht unter diesem Motto. Entsprechend hatte sich das Zweite Vatikanische Konzil die Erneuerung der Kirche im 20. Jahrhundert zum Ziel gesetzt; die Ordensleute sind davon nicht ausgenommen, wie das „Dekret über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens" Perfectae caritatis deutlich macht. Die Geschichte der Orden gewährt einen heilsamen Einblick in Wesen, Anliegen, Entstehung und Entwicklung des Ordenslebens. Betrachtet man die Intentionen der Gründer und Gründerinnen, das Entstehen gemeinschaftlicher Formen der Nachfolge Jesu, besonders die des östlichen und westlichen Mönchtums, die Geburt und das Wachsen der späteren Orden (Regular-kanoniker, Bettelorden, kontemplative Orden), die Ausdehnung von Kongregationen und Instituten des apostolischen und missionarischen Lebens sowie die neuen Formen von Ordensleben in den Säkularinstituten, so hat es für viele von ihnen Zeiten der Blüte, aber auch der Dürre, Reformen und Abspaltungen gegeben. In dieser Linie ist der Erneuerungsaufruf des Zweiten Vatikanischen Konzils als Reaktion auf große Krisen innerhalb des Ordenslebens und als zeitgemäße Antwort auf die gegenwärtige „Not der Orden" („Forum der Orden" in Deutschland) zu sehen. Zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens heißt nach dem Ordensdekret: „ständige Rückkehr zu den Quellen jedes christlichen Lebens und zum Geist des Ursprungs der einzelnen Institute, zugleich aber deren Anpassung an die veränderten Zeitverhältnisse" (Art. 2). Diese Erneuerung ist - nach demselben Dekret - unter dem Antrieb des Heiligen Geistes und unter der Führung der Kirche nach bestimmten Grundsätzen zu verwirklichen: „Bei der 'Erneuerung'
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