Bővebb ismertető
Die Geschichte der Österreichischen Galerie
Die ÖslerreieliLsche Galerie isl jenes Museum, dessen Sammlungen den besten nnd vollständigsten Überblick über tlie öslerreichische Kunst bieten. Dieser Ül)erblick reicht vom Millelal-ter bis zum heutigen Tag und schließt eine große Zahl von Hauptwerken aus allen Epochen niil ein. Das Museum MittelaUerlicher Kunsl isl ebenso ein Teil der Österreicluschen Galerie wie das Barockmuvseuni oder die ausgedehnten Sannnlungen der Kunsl des 19. und 20. Jahrluinderts, die darüber hinaus einen kleinen, jedoch exquisiten BesUmd !niernationaler Kunst einschließen.
All das ist im \>'iener Belvedere beheimatet, einem Ensemble von zwei Palästen in einem Parkareal, das zu einem großai'ligen barocken Gesamtkunst-vverk verschmolzen ist. Der Bauherr wai- Prinz Eugen von Savoyen. Die liedenlung seiner Persönlichkeit als Keklherr und Diplomat, als Diener und Vei'trauler dreier Kaiser, als Förderer der Künste und Wissenschaften äußert sich bis heule in den Gebäuden, ihrer architektonischen Gestaltung und ihrer Ausstattung. Als er im Jahr 1736 starb, hinlerließ er kein Teslamenl. Der einzige noch lebende Sproß der Familie war Eugens Nichte Victoria, die sich spätei* mit Prinz Joseph Friedrich von Sachsen-Hildburgliausen vermählte. Sie wurde Universalerbin des gewaltigen Nachlasses, was sich sehr bald als großes Unglück erwies; denn sogleich versuchte Victoria, soviel vom Inventar des Schlosses wie möglich zu Geld zu machen. Die wertvollen antiken Statuen aus llerkulaneum wurden an den Dresdener I lof verkauft, die unschätzbare Gemäldesammlung per Kala log in alle Winde zerstreut und sogar die Menagerie, die in ganz Europa berühmt war, aufgelöst. Zum Glück fand Kaiser Karl VI. eine Möglichkeil, wenigstens die Bibliothek des Prinzen Eugen zu erwerben; sie wuide zum zentralen Bestand im großen, von Fischer von
El lach erbauten Prunksaal der Kaiserlichen llolhibliolhek (heule Nationalbibliothek). Erst im Jahr 1752 konnte Maria Theresia die beiden Schlösser mit Garten erwerben. Sie hatte dies schon Irüher tun wollen, lun hier ihre Soni-merresidenz einzurichten, doch waren die Forderungen der Eugenschen Erbin stets zu hoch gewesen. Erst jetzt erhielt das Ensemble den Namen >Bel-vedere< - eine Bezeichnung, die wohl nicht besser hätte gewählt werden können. Da aber eine ständige Nutzung i'ehlle - inzwischen hatte sich Maria Theresia entschlossen, Schönbi unn als Kaiserliche Soimnerresidenz weiter zu nutzen fanden nur gelegentlich Veranstaltungen und Feste im Belvedere statt; das prächtigste im Frühjahr 1770 anläßlich der Vermählung Maria .\n-toineltes mit dem Dauphin, dem späteren König Lud\Wg XVI. Die Lage änderte sich grundlegend, als Josef IL ganz im Sinne der Auf-kläi'ung im Jahre 1776 (noch zu Lebzeiten seiner Muller Maria Theresia) den Entschluß faßte, die reichen Bestände der Kaiserlichen Gemäldegalerie von der Slallburg - einem Teil der Hofburg in der Inneren Stadt - in das Obere Belvedere zu übertragen. Der Basler Christian von Mechel besorgte die Ein-i'ichtung beziehungsweise Hängung nach künstlerischen Schulen und verfaßte den ersten Katalog. 1781 mn-de die Galerie eröffnet. Das Obere Belvedere wurde damit zu einem der ersten ölTentlich zugänglichen Museen in Europa. Schon zwei Jahre zuvor war der Park auf Wunsch Maria Theresias für die Allgemeinheit geöffnet worden. Solange die Kaiserliche Gemäldegalerie im Oberen Belvedere verblieb, nämlich bis 1891, agierten berühmte und verdiente Maler als Direktoren. Unter ihnen ist besonders Friedrich Heinrich Füger hervorzuheben, der bedeutendste Maler des österreichischen Klassizismus. In die Jahre seines Direktorats (1806-18) fiel die schwierige Phase der