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ÖSTERREICHISCHE MUSIKZEITSCHRIFT
GEGRÜNDET VON DR. PETER LAFITE t 31. JAHRGANG__JÄNNER 1976__HEFT 1
PROSIT 1976!
Eine Fülle von musikalischen Ereignissen und Gedenktagen wird zahlreichen Nummern der Osterreichischen Musikzeitschrift in diesem fahr das spezielle Gepräge geben. Einige der Jubiläen, die Anlaß zu geschlossenen Darstellungen bestimmter Themen geben, sind nur peripher mit der Musik verknüpft, aber von solchem Umfang, daß auch die „Randerscheinung" noch überaus ergiebig ist: dazu gehört die Musik im Komplex jener Feiern, die der vor 1000 Jahren erfolgten Belehnung der Ostmark an die Babenberger gewidmet werden, oder die Musik im Burgtheater, das vor 200 Jahren von Joseph II. zum deutschen Nationaltheater bestimmt wurde.
Thematisch umgrenzte Hefte werden, wie auch schon in der Vergangenheit, so auch heuer großen aktuellen Ereignissen zugeordnet: den Wiener Festwochen ebenso wie den Salzburger Festspielen. Den Anfang macht bereits ein Artikel des vorliegenden Heftes, der sich mit dem zentralen Vorhaben der diesjährigen Salzburger Mozartwoche, mit Mozarts Frühwerk „Ascanio in Alba" befaßt. Auch die österreichische Volksmusik soll wieder gesondert berücksichtigt werden, dies im Zusammenhang mit dem alljährlich stattfindenden Seminar für Volksmusikforschung.
Die Vorbereitung eines ehrgeizigen Projektes beschäftigt uns schon geraume Zeit und soll in diesem Jahr Zustandekommen: die 200-Jahrfeiern der Vereinigten Staaten von Amerika sollen durch eine Spezialnummer über die Musik der Vergangenheit und Gegenwart in diesem Lande ihren Niederschlag finden. Eine Sondernummer im Herbst wird mit dem Jubiläum des 100jährigen Bestandes des Verlages Doblinger in Einklang gebracht. Ein wichtiges Stück österreichischer Musikgeschichte und musikalischer österreichischer Gegenwart soll damit Relief gewinnen.
Der Inhalt des Februar-Heftes mag gerade zur Faschingszeit willkommen sein, enthält es doch ein kleines Lexikon über den Walzer. Der gründlichste Experte in dieser Materie, Prof Dr. Max Schönherr, hat es für uns zusammengestellt.
Selbstverständlich werden wir, wie auch schon bisher, an persönlichen Gedenktagen, wie etwa am 25. Todestag Arnold Schönbergs, nicht vorübergehen. Alle „Außän-ger" wären aber nutzlos, könnten sie nicht mit neuen Beiträgen zu Forschung und Meinungsbildung aufwarten. Auf dieser Linie fortzufahren, wird stets die erste Pflicht sein, welche die Osterreichische Musikzeitschrift ihren Lesern gegenüber zu erfüllen hat. Deren immer wieder durch Briefe und Rezensionen bezeugte Dankbarkeit ist ihr schönster Lohn.
Herausgeberin und Redaktion der OMZ