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Österreichische Musikzeitschrift 2010. [antikvár]

Elmar Budde, Franz Willnauer, Peter Revers

ÖMZ , Megjelenés: 2010. január 01.
 
Im ersten der Doppel-Mahler-Jahre 2010/11 versuchen wir beizutragen, den Januskopf" Gustav Mahler besser zu verstehen. An der vorletzten Jahrhundertwende hat er ebenso die im 19. Jahrhundert schrittweise aufgebaute Konzentration auf das musikalische Werk zu einem Zenit geführt, wie sich der Dimension des Partikularen und des Scheiterns geöffnet, an dem sich das 20. Jahrhundert abgearbeitet hat. Damit ist einer der rőten Fádén benannt, die sich durch die folgenden Beitráge namhafter Mahler-Kenner ziehen. Bezeichnenderweise war es Eduárd...
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Im ersten der Doppel-Mahler-Jahre 2010/11 versuchen wir beizutragen, den Januskopf" Gustav Mahler besser zu verstehen. An der vorletzten Jahrhundertwende hat er ebenso die im 19. Jahrhundert schrittweise aufgebaute Konzentration auf das musikalische Werk zu einem Zenit geführt, wie sich der Dimension des Partikularen und des Scheiterns geöffnet, an dem sich das 20. Jahrhundert abgearbeitet hat. Damit ist einer der rőten Fádén benannt, die sich durch die folgenden Beitráge namhafter Mahler-Kenner ziehen. Bezeichnenderweise war es Eduárd Hanslick, der bedeutende österreichische Verfechter geistfáhiger Musik", der sich für Mahlers Bestellung zum Hofoperndirektor einsetzte (S. 45). Der Impetus der Aufklárung ist Basis für beide - so hatte Mahler die Werke von Kant gerade in der Abgeschiedenheit seiner Komponierháuschen zur Hand. Elmar Budde zeigt in seinem umfassenden Aufsatz (Vortrag in Toblach) ebenso das mannigfache Aufgreifen von Traditionen im Spátwerk Mahlers wie die Geburt der Moderne" (S. 42). Peter Revers arbeitet in den aus der Idee des Gesamtkunstwerks erwachsenen hybriden Formen den metaphysischen Anspruch Mahlers in den verschiedenen Schaffensphasen heraus; seine Thesen leiten direkt zu Buddes genauerer Sicht auf die Neunte über. Deren zeitphilosophischer Zugang wird durch den morphologischen von Reinhold Kubik trefflich alterniert: Er weist stupende Metamorphosen" (auch Goethes Werke standén im Komponierháuschen) musikalischer Gestalten im Früh- wie im Spátwerk auf. Als Polaritát zur verdichteten Kreativitát des Sommer-Komponisten" Mahler stand die Realitát des weltlich Getümmel" der Saison"-Tátigkeit als Kapellmeister. Ein weiterer zentraler roter Faden" ist so sicherlich eben diese Polaritát zwischen der Mufie der Sommermonate, die dem Komponieren vorbehalten waren, und den Herausforderungen des saisonalen Opernbetriebs. Er hat Mahlers entscheidende Lebensjahre ab 1897 geprágt. Ein rigides Reglement hat Mahler in beiden Bereichen gebraucht und dabei seinen zentralen künstlerischen Zielen vieles nachgeordnet. Diesem enormen Spannungsfeld kann man nur náherzukommen versuchen, wenn man die Bedeutung der Natúr für Mahler einbezieht: Bei Budde (S. 34) ist die so wesentliche Aussage vom kecken Raub der Entwürfe" in Bergen und Wáldern" zitiert. Wenn er dann wie ein Bauer in die Scheune an den Schreibtisch trat", so stand dieser auch inmitten der /Alma Mahler 1902

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Cím: Österreichische Musikzeitschrift 2010. [antikvár]
Szerző: Elmar Budde , Franz Willnauer Peter Revers
Kiadó: ÖMZ
Megjelenés: 2010. január 01.
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 160 mm x 230 mm
Elmar Budde művei
Franz Willnauer művei
Peter Revers művei
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