Bővebb ismertető
Vorwort
Das Österreichische Wörterbuch (ÖWB) kann bereits auf eine fünf Jahr-zehnte lange Tradition zurückblicken. Sein unmittelbarer Vorláufer, die „Regein für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis", in der áltesten Form auf 1879 zurückgehend, hatte sich auf einfache Wort-listen ohne Erklárungen beschránkt. Damals entstanden in verschiede-nen Teilen des deutschen Sprachraums áhnliche Rechtschreibwörter-bücher, aber jeweils nur mit regionaler (einzelstaatlicher) Geltung. Letzt-lich geht die Tradition aber bis ins Jahr 1774 zurück, als mit der maria-theresianischen „Allgemeinen Schulordnung" auch die „Anleitung zur deutschen Rechtschreibung. Zum Gebrauche der deutschen Schulen in den kaiserlich-königlichen Staaten" erschien.
Das ÖWB wurde im Verordnungsblatt des Bundesministeriums für Un-terricht vom 1. Jánner 1950 als ein Nachschlagwerk angekündigt, das „den in Österreich gebráuchlichen Wortschatz enthált und für alle Fra-gen der Rechtschreibung, die erfahrungsgemáB in Schule, Amt oder Büro auftauchen, die passende Lösung findet". Erstmals erschienen ist es Ende 1951. Seine Aufgabe, Grundlage der Rechtschreibung in den Schulen und Ámtern Österreichs zu sein, ist in diesen fünfzig Jahren bestehen geblie-ben. Es wurde nach pádagogischen Grundsátzen gestaltet und ist als Behelf zu selbstandiger Arbeit für Schülerinnen und Schüler etwa ab der fünften Schulstufe geeignet. Dem angestrebten Ziel, ein Buch fürs Leben zu sein, ist das ÖWB in seiner nun vorliegenden 39. Auflage hoffentlich wieder um ein Stück náher gekommen. Gerade im Hinblick auf die Zeit nach der Schulausbildung gibt es wiederum eine betráchtliche Erweite-rung des Wortschatzes. Von den Veránderungen im lexikographischen System sei hier vor allém die Umstellung der Lautschrift auf die IPA-
Zeichen (Internationales Phonetisches Alphabet) erwáhnt.
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Die lexikographische Hauptarbeit am ÖWB besteht in der stándigen Weiterentwicklung des historisch gewachsenen „Kerns", der aus einem erweiterten Grundwortschatz entstanden ist. Für diese Neuauflage wur-den besonders die Definitionen auf Vereinfachung hin durchgesehen. Die Grundlage für die Gestaltung des Wörterverzeichnisses und die Auswahl des Wortschatzes waren eine gezielte individuelle Sammlung durch die Bearbeiterinnen und Bearbeiter und die Redaktion, die systematische Durchsicht möglichst vieler Medienprodukte, die Materialerfassung in der redaktionseigenen Datenbank und ihre Pflege sowie eine Auswertung der vorhandenen Korpora. Für wortschatzrelevante Fragen und andere Probleme gewinnt die Internetrecherche zunehmend an Bedeutung.