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,,Ach! Daß schon so frühe das schöne Bildnis der Erde Fehlen soll! die breit und weit am Gemeinen sich freuet}''
Goethe^ Achilleis.
Noch nicht einundzwanzigjähng fiel Otto Braun im Frühling 1918. Eine kleine Auswahl seiner Gedichte, Auszüge aus Tagebüchern und Briefen sind in diesem Buche als erste Lese gesammelt.*
Aufzeichnungen und Schriften eines Kindes und eines kaum gereiften Jünglings, was können sie mehr bedeuten als ein blasses, mattes Bild, dem erst die Liebe des Betrachtenden
* Im Nachlaß fanden sich außer historischen, philosophischen, politischen und militärischen Arbeiten größeren und kleineren Um-fanges — zum Teil vollendet, zum Teil unabgeschlossen oder nur als vorbereitendes Material — ein Romanfragment, zahlreiche Dichtungen und in sechsundzwanzig Tagebüchern regelmäßige Aufzeichnungen vom siebenten Lebensjahre bis zwei Tage vor seinem Tode. Aus diesen Schriften und mehr als tausend Briefen, die zur Verfügung standen, haben sein Vater und ich in gemeinsamer Arbeit die vorliegende Auswahl getroffen. Bei der Fülle des Materials und der Notwendigkeit der Begrenzung mußten wir uns auf das äußerste beschränken. Keine der Aufzeichnungen ist jemals für eine Veröffentlichung bestimmt gewesen, ja Otto Braun war geradezu entrüstet, als eines seiner Gedichte, während er im Felde war, in einer Zeitschrift abgedruckt wurde. Müssen schon die Dichtungen als Äußerungen angesehen werden, die er, ohne an Leser zu denken, aus innerer Notwendigkeit niederschrieb, so gilt dies noch viel mehr von seinen Tagebuchblättern. „Um mir Rechenschaft zu geben,,. . um ganz ehrlich zu sein mir gegenüber", mit diesen Worten kennzeichnet er einmal sein Bedürfnis nach dieser Art von Beichte. Trotz ihrer unliterarischen Form erachteten wir Treue in der Wiedergabe der Handschriften als geboten und erlaubten uns nur, offensichtliche Schreibfehler zu berichtigen.