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In der Phalanx, die sich gegen die abstrakte Kunst richtet, nimmt der
Düsseldorfer Maler Otto Pankok eine führende Stellung ein. Das Groß-
artige und im Gedankenaustausch über Probleme der modernen Kunst
von ihm Betonte ist, daß er die Zeit für reif erachtet, eine solche Phalanx
unter den deutschen Künstlern moderner realistischer Auffassung zu
bilden.
Otto Pankok hat sich vom ersten Beginnen an keiner Schule unter-
worfen und ist dabei sehr bald zu einer zeitnahen Originalität gelangt.
Er verstand bereits in früher Reife, jene der Natur abgelauschten Mit-
teilungen, jene Eindrücke, die ihn bewegen, zu dolmetschen, wobei sein
malerisch-graphischer Vortrag von einem ihm eigentümlichen edlen
Pathos erfüllt ist. Der Ausdruck seines Wesens gebietet Achtung und setzt
dem Betrachter Grenze und Abstand. Niemals kommt er billig entgegen,
aber er läßt aufmerken und zieht unausweichbar den forschenden Sinn in
seinen Bereich. In einer Zeit, wo Intellekt und Psyche immer mehr in
Gefahr geraten, an der Vielfalt der Erscheinungen zu zersplittern, wurde
er zum Künder monumentaler Einfalt, mit der er jene Besinnlichkeit
weckt, aus der Maßstäbe für das Leben, für ein sinnvolles, gesundes
Dasein gewonnen werden können. Da sich ihm diese Zeit „fiebrig, wild
und tief leidend" und „von gefahrvollen, giftigen Bazillen durchseucht"
offenbart, bleibt sein Repertoire verwirrender Brillanz und gleißnerischer
Virtuosität verschlossen. Der Wuchs seiner Gestaltung ist wie der seiner
Gestalt überragend und exemplarisch tief in der Natur verwurzelt.
Die Potenz dieses in ganz Europa geschätzten Künstlers liegt in der
Bewahrung des Naiven. Das ewig Ursprüngliche ist der nährende Quell
seiner Arbeit, deren ethischer und ästhetischer Gewinn nicht im Abbilden,
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