Bővebb ismertető
VORWORTOVID , dessen Leben so reich war an romantischen Abenteuern, soll viele Jahrhunderte nach seinem Tod noch ein seltsames Abenteuer erfahren haben. Briefe des 18. Jahrhunderts erzählen, daß Katharina II. sein Grab aufsuchte, das vergessen und versteckt unter Schlingkraut am Ufer des Schwarzen Meeres bei Tomi lag. Die Frau, die bei den Aufklärungshelden Europas die nordische Semiramis hieß, stand sinnend am letzten Heim des römischen Liebeskünstlers. Sie gebot, den Stein neu aufzurichten und die Stätte fortan zu ehren.Der Dichter hatte sich selbst die Grabschrift geschrieben, seinem Leben und seinen Werken gemäß:Hic ego qui jaceo tenerorum lusor amorum Ingenio perii, Naso Poeta meo.At tibi qui transis, ne sit grave quisquis amasti, Dicere, Nasonis molliter ossa cubent.Sein Wunsch, sich auch von später Nachwelt geehrt zu sehen, wird in unseren Tagen liebenswürdige Erfüllung finden. Die Rumänen von Costanza, auf deren Gebiet der Grabstein steht, wollen dem Dichter des Altertums in ihrer Stadt ein Denkmal errichten. Ovid konnte sich nie über die entlegenen