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EIN BLICK AUF DIE GESCHICHTE PADUAS Der Legende zufolge soll Padua von illyrischen Menetem gegründet worden sein, die von dem Trojaner Antenor angeführt wurden. Dieser war bei der Zerstörung seiner Stadt geflüchtet und an der adriatischen Küste gelandet (um 1183 v. Chr.). In Wirklichkeit ist die Stadt ursprünglich aus einigen Dörfem zusammengewachsen. Jedenfalls waren es die Illyrer, die die Euganeer unterwarfen und sie zwangen, sich in die Berge zurückzuziehen. Aufgrund des Handels lángs der Adria gaben die Sieger der Stadt eine beuorzugte Stellung, so sehr, dafö der lateinische Geograph Pomponius Mela sie unter den «urbes opulentissimae» (= reichste Stadte) einreihen konnte. «Patauium», in den Kriegen gegen die Gallier in der Po-Ebene mit den Römem uerbündet, bewahrt immer seine Selbstándigkeit und steigt 49 v. Chr. zum «municipium» (= Prouinzstadt m. eig. Gesetzgebung u. Verwaltung) auf. Die ganze Kaiserzeit hindurch ist es ein bedeutendes Kultur- und Handelszentrum, letzteres teils auf Ackerbau, teils auf Industrie (Herstellung von Wollstoffen) beruhend. Infolge des langobardischen Einfalls verfallt Padua wie viele Stadte in der Umgebung. Es wird von Agilulf 601-602 n. Chr. nach erbittertem Widerstand dem Erdboden gleichgemacht, jedoch nicht verlassen und erholt sich langsam, vor allém dank der Unterstützung und der Schenkungen der karolingischen und sáchsischen Kaiser. Schon 1163 findet sich Padua in der Venetisch-Veroneser Liga und tritt 1167 in die Liga gegen Barbarossa ein. Die Stadt löst sich aus der Feudalherrschaft, es gibt eine kurzzeitige Bischofsregierung, und man nimmt die Auseinandersetzung mit Treviso, dem Fürstentum von Aquileia, Verona und den Estensem wieder auf. Mit der Vorherrschaft der Politik Friedrichs II. wird auch die Macht Ezzelinos III. da Romano in der Region gestarkt. Er bemachtigt sich Paduas im Február 1237, halt die Stadt unter harter Herrschaft und wird im Juni 1256 endlich besiegt. Bald erscheinen als Regenten der Stadt die Herren von Carrara, die sich den Absichten der Scaligeri, vor allém des Cangrande, entgegenstellen. Diesem jedoch gelingt es im September 1328, die Macht an sich zu reifien, und erst nach etwa zehn Jahren gewinnen die von Carrara wieder die Oberhand. Sie versuchen trotz der listigen Politik Gian Galeazzo Viscontis und selbst Venedigs eine Gebietsausdehnung. Nach dem Tode Viscontis (1402) gelingt es Francesco II. von Carrara, sich zum Herren von Verona zu machen. Er gerat jedoch mit Venedig in Konflikt, das ihn zusammen mit seinen Söhnen gefangensetzt und alle tötet. 1405 besetzen die Venezianer Padua; die Stadt wird samt ihrem Territórium Teil der Dogenrepublik. Die Herrschaft der Venezianer dauert bis 1797, abgesehen von einer kurzen Periode wahrend des Krieges 1509-11. 1797 besetzt General La Hoz Padua und ruft eine Republik unter französischer Oberhoheit aus. Durch den Vertrag von Campoformido 1798 geht es an Österreich und 1805 wird es im Frieden von Preföburg Teil des Königreichs Italien. 1813 besetzt General Anton Gundakar von Starhemberg Padua und unterstellt es dem habsburgischen Kaiserreich als lombardo-venetische Provinz. Wahrend der Volksaufstande 1848 in Mailand und Venedig erhebt auch Padua sich am 8. Február, und die Invasoren verlassen am 22. Márz die Stadt - jedoch nur kurz, denn am 13. Juni gewinnen sie die Macht zurück. 1866 marschiert die italienische Armee in Padua ein, und im Október kommt es durch Volksabstimmung endgültig zu Italien. Wahrend des Krieges 1915-18 installierten der König und das Oberkommando in der Umgebung das Hauptquartierfür die Revanche nach Caporetto. Die Rückeroberung beginnt, und 1918 wird in der Villa Giusti bei Padua der Waffenstillstand unterzeichnet. Es war das Ende der Habsburger-Herrschaft. Blick auf die Stadt