Bővebb ismertető
Die staatlichen florentinischen Museen, die der Oberintendanz fiir kunsthistorische Güter untergeordnet sind, verfügen über eine derartig umfangreiche Literatur, dass man damit eine ganze Bibliothek füllen könnte. Diese Tatsache ist eigentlich nicht überraschend, da die Kunstschätze unserer Museen seit Jahrhunderten in der ganzen Welt berühmt sind. Seit Jahrhunderten versuchen Gelehrte und Studierende, Reisende und Meinungsführer aller Sprachen und Länder zu erzählen, was in den florentinischen Museen aufbewahrt wird. Sie bemühen sich, die Gründe ihrer Anziehungskraft zu erklären, und nehmen sowohl den unwissenden, aber willigen als auch den gebildeten und anspruchsvollen Besucher bei der Hand, um ihm die Gemälde und Skulpturen näher zu bringen. Es kommt aber vor, dass Museen im Laufe derZeit ihre äußere Erscheinung, ihre Ausstattung oder den Verlauf ihrer Rundgänge verändern, und dass sie ihre Sammlungen erweitern oder verkleinern. Auch Zuschreibungen der Werke zu den Künstlern können sich ändern und Restaurierungen verwandeln das Aussehen eines oder mehrerer Werke. Ästhetische Trends kommen auf und vergehen, und hinterlassen ihre Spuren in der Anordnung der Ausstellung. All das passiert unentwegt in öffentlichen Sammlungen, da die Kunstgeschichte und das Museumswesen, gleich dem menschlichen Wissen, unaufhörlich fortschreiten und sich wandeln. Das erklärt auch, warum die Literatur über die florentinischen Museen so umfangreich ist und ständig aktualisiert wird.
Den perfekten, endgültigen Museumsführer - egal welchen Museums -gibt es nicht und kann es nicht geben. Das Vorwort scheint von vornherein klar zu sein, dennoch sind diese einleitenden Worte notwendig, um den Sinn dieses Werkes zu verstehen. In dem Moment, in dem unter Anwendung des Gesetzes Ronchey 4/93, die Geschäftsführung der Servicedienstleistungen im System der florentinischen Museen an die Gruppe von Unternehmen unter der Leitung des Verlegers Giunti vergeben wurde, war es unser Wunsch, umgehend eine homogene Linie von bebilderten Museumsführern herauszugeben. Die Führer mit der keilförmigen Blume der "Firenze Musei" garantieren, dass in dem Jahr, in dem sie gedruckt werden, die Situation des Museums genau der Beschreibung entspricht.
Damit ein Museumsführer zuverlässig, offiziell und zur gleichen Zeit populär sein kann, sind einige Punkte zu berücksichtigen: Gewissheit der Information, Qualität der Reproduktion, handliches Format, geringe Kosten und - nicht zuletzt - Einfachheit des geschriebenen Textes (was nicht mit Banalität oder Ungenauigkeit gleichzusetzen ist). Der Leser wird beurteilen, ob das mit diesen Zeilen eingeleitete Werk jenen Eigenschaften entspricht. Ich zweifle nicht daran, dass es sich dabei um ein ernsthaftes und motiviertes Urteil handeln wird. Genauso ernsthaft und motiviert war der Einsatz des Oberintendanten und des Verlegers, die kulturellen Ansprüche derer, die sich unseren Museen nähern, bestmöglich und mit der gebotenen Sorgfalt zufriedenzustellen.
Antonio Paolucci Oberintendantfür kunsthistorische Güter von Florenz, Pistoia und Prato