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Die Stadtentwicklung von Budapest 1993 ist es 120 Jahre her, daB die vereinigte ungarische Hauptstadt entstand. Alex Mátyás Nach der nationalen Katastrophe von 1526, als die Türkén in der Schlacht bei Mohács die Ungarn besiegt hatten, wur-de die Entwicklung der ungarischen stadtischen Kultur, mit Ausnahme von Siebenbürgen und Oberungarn, unter-brochen. 1541 werden Buda — zur Zeit der Anjou und des Königs Matthias Hauptstadt und Stadt europáischen Ranges — und Pest zur türkischen Pro-vinz. 145 Jahre spater, nach Beendigung der...
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Die Stadtentwicklung von Budapest 1993 ist es 120 Jahre her, daB die vereinigte ungarische Hauptstadt entstand. Alex Mátyás Nach der nationalen Katastrophe von 1526, als die Türkén in der Schlacht bei Mohács die Ungarn besiegt hatten, wur-de die Entwicklung der ungarischen stadtischen Kultur, mit Ausnahme von Siebenbürgen und Oberungarn, unter-brochen. 1541 werden Buda — zur Zeit der Anjou und des Königs Matthias Hauptstadt und Stadt europáischen Ranges — und Pest zur türkischen Pro-vinz. 145 Jahre spater, nach Beendigung der Befreiungskampfe, sind die beiden Stadte entvölkerte Ruinenhaufen. Für ihre Wiederbevölkerung werden mit Hil-l'e eines kaiserlichen Erlasses aus Öster-•eich und dem Deutschen Reich katho-ische Einwanderer angeworben. Leo-oold I. macht zwar 1703 die beiden Sied-ungen wieder zu freien, königlichen Stadten, doch diese weisen fast noch das 3ild von Dörfern auf. Die Richtung des angsam beginnenden Baus wird von den Kirchen der schon angesiedelten Mönche bestimmt. Zu dieser Zeit ist in Európa die Barockkunst schon im Auf-ichwung begriffen. Die westungari-;chen Stadte Tyrnau/Nagyszombat, PreBburg/Pozsony und Ödenburg/So-pron habén noch sehr schöne Barockbei-spiele aufzuweisen, doch die kirchliche Baukunst der Landesmitte bekommt nur deren vereinfachte Wiener Muster mit. Dieser schlichte Stil ist für die weltli-che Architektur dieses Zeitalters auch vielmehr bezeichnend. Der neu angesie-delte Bürgerstand — er ist in der Mehr-heit deutsch, denn 1720 sind 59% der insgesamt 12.400 Einwohner von Pest und Buda deutschsprachig1 — nimmt Abstand von der Pracht und baut spar-same, zweckdienliche Hauser. In der zweiten Halfte des Jahrhunderts, unter der Herrschaft von Kaiserin Maria The-resia und Josef II., stabilisieren sich die Wirtschaftsverhaltnisse, obwohl die Industrie nur den Stand von Manufaktu-ren erreicht, und es von gröBeren Betrie-ben oder Fabriken noch keine Spur gibt. Den wachsenden Ansprüchen kommt die klassizisierende barocke Baukunst des ausklingenden Jahrhunderts mit ausgesprochen schönen Beispielen nach. Neben den soliden, im Zopfstil er-bauten Bürgerháusern am rechten Do-nauufer entstehen auch öffentliche Ge-baude. 1777 bzw. 1784 werden die Uni-versitat von Tyrnau/Nagyszombat und die Verwaltungsbehörden von PreBburg/Pozsony nach Buda verlegt. So wird es Verwaltungszentrum und geisti-ge Hochburg des Landes. Am Anfangdes 19. Jahrhunderts tau-chen neben dem Ausklang spatbarocker Formen auch in der ungarischen Kunst die den neuen Geschmack widerspie-gelnden Kunstwerke auf. In der Hauptstadt wird diese klassizistische Tendenz bis zu den 40-er Jahren eine dominante Erscheinung. In diesem Stil entsteht, insbesondere in Pest, eine bedeutende Denkmalgruppe, für deren schönste Ge-baude die Klarheit der Struktur, die Dis-ziplin der Symmetrie und die Ökonomie der Funktion bezeichnend sind. Zu dieser Zeit fángt die starke Verbürgerli-chung von Pest an. Im Gegensatz zu Buda, das zwischen Bergen gedrangt liegt, beginnt Pest die engen Stadtmauern zu verlassen und sich nach jeder Richtung hin auszudehnen. Von der durch den Sohn und zugleich Stellvertreter des Königs Leopold II., Palatin Joseph, im Jahre 1808 ins Leben gerufenen .Verschöne-rungskommission' wird diese Entwicklung organisiert und gefördert. Die Leo-poldstadt und der Auslegemarkt werden gebaut, die Donau-Zeile entsteht. Die Kettenbrücke, deren Verwirklichung 1844 das Verdienst des in Wien gebore-nen „gröBten Ungarn", István Széchenyi, ist (die Bezeichnung stammt von sei-nem politischen Rivalen, Lajos Kossuth), ist sowohl SchluBpunkt dieser Epoche als auch Vorbereitung für die Vereinigung beider Stadte. Mit dem Na-men von Széchenyi ist auch die Grün-dung der Donauschiffahrtsgesellschaft und die Regulierung der Donau verbun-den. Der Architekt, der mit seiner „nied-lich provinziellen" Tongebung das klassizistische Stadtbild am meisten pragt, heiBt József Hild(1789—1867). Es ist vor

Termékadatok

Cím: Pannonia 1993/3. [antikvár]
Szerző: Helmut Stefan Milletich , Margit Pflanger Mátyás Alex
Kiadó: Edition Roetzer Ges.m.b.H.
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 210 mm x 280 mm
Helmut Stefan Milletich művei
Margit Pflanger művei
Mátyás Alex művei
Bolti készlet  
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