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VORWORTEndlich kann ich sagen, was wahr ist. Das ist eine sehr grosse Sache."(Undatierbare Bemerkung aus dem Nachlass von Fogarasi)1Das Auffallendste am Lebenslauf von Béla Fogarasi ist auf den ersten Blick eine Parallelität mit dem von Georg Lukács. Auch seine Laufbahn nahm im Strom der progressiven ungarischen geistigen Bewegungen zu Beginn des Jahrhunderts ihren Anfang. Ebenso wie sich Lukács damals dem modernen Theater zuwandte (Thalia"), schaltete sich Fogarasi im Alter von 18 Jahren in den Kampf um eine zeitgemasse ungarische Kultur ein.2 Sein Interesse galt vor allem der modernen Philosophie; in Heidelberg gehörte er dem Kreis um Emil Lask, in Budapest dem um Béla Zalai an. 1915 schloss er sich dem Sonntagskreis" mit Lukács an der Spitze an, 1917/18 hielt er gemeinsam mit Lukács und anderen Vortrage in der Freien Akademie der Geisteswissenschaften".Einer seiner Vorträge entfachte im Frühjahr 1918 in der Gesellschaft für Sozialwissenschaften" eine Debatte über die Möglichkeit eines progressiven Idealismus. Stellungnahmen zur Frage äusserten von Seiten der Gesellschaft Ervin Szabó und Oszkár Jászig von Seiten der Freien Akademie Georg Lukács und Lajos Fülep,3 die Galionsfiguren der beiden Richtungen.Die politische Radikalisierung, mit der Fogarasi auf den Ersten Weltkrieg und auf die russiche Revolution reagierte, führte ihn ebenso wie Lukács vom Antimilitarismus zum Beitritt zur Kommunistischen Partei (Ende 1918). In den folgenden Monaten versuchte er, durch Debatten, Organisation und Agitation Intellektuelle für die Kommunistische Partei anzuwerben. Während der Räterepublik war er Leiter der Abteilung für Hochschul- und Universitätswesen im Volkskomissariat für Unterrichtswesen, an dessen Spitze Georg Lukács stand. Seine Aufmerksamkeit galt der Neugestaltung des wissenschaftlichen und Hochschullebens, er war Direktor der MarxEngels-Arbeiterhochschule, hielt Vorträge, schrieb Artikel, veröffentlichte Broschüren usf.Nach dem Sturz der Räterepublik tauchte er eine Zeitlang unter, um sodann ebenso wie Lukács nach Wien zu fliehen. Dort schaltete er sich7