Bővebb ismertető
VorwortBeschäftigt man sich ein wenig näher mit der Biologie von parasitischen Blütenpflanzen, kann man hin und wieder meinen, sich auf einer traumhaften Märchenreise zu befinden. Umgeben von phantasievollen Geschöpfen mit gauklerhaftem Gehabe dringt man langsam in ihr Reich ein. Ihre waghalsigen Kunststücke führen sie in atemberaubender Atmosphäre vor. Berauscht von der Fülle von Eindrücken, kommt der Betrachter aus dem Staunen nicht heraus. Ständig überraschen sie ihn mit neuen Bildern und Taten, und er wagt nicht zu bewerten, ob diese Ideen verrückt oder genial sind.Nun sind genau 20 Jahre vergangen, seit ich die ersten wissenschaftlichen Schritte ins Reich der parasitischen Blütenpflanzen unternahm. Das ist nicht nur ein guter Anlaß, mit Hilfe dieses Buches Studierende, Gärtner oder Lehrer, Hobbybotaniker oder Kollegen an der Freude des Kennengelernten teilhaben zu lassen oder in diese faszinierende Thematik einzuführen, sondern auch ein wissenschaftliches persönliches Fazit zu ziehen. Über einen solch langen Zeitraum stauen sich zwangsläufig zahlreiche Einzelergebnisse zu einer umfangreichen Informationsfülle an, in die es Ordnung zu bringen gilt (auch damit der Kopf wieder frei ist für weitere wissenschaftliche Vorhaben), und gerade das vorliegende Buch schien mir dafür bestens geeignet.Das hat natürlich zur Folge, daß hier auch des zur Verfügung stehenden Um-fangs wegen nicht alle Aspekte und Ergebnisse vorgestellt werden konnten und daß ich in fast allen Kapiteln sehr bewußt meine Kenntnisse und Wertungen einfließen lasse, auch wenn sich das nicht immer mit der gängigen Lehrbuchmeinung deckt. Ich denke aber, daß dieses Buch dadurch eher interessanter geworden ist, als es in der Form eines bloßen "review" hätte werden können. Wenigstens für den Autor war es interessanter, wenn auch die Fertigstellung des Manuskriptes deshalb ein Jahr mehr Zeit in Anspruch nahm; für das dafür aufgebrachte Verständnis danke ich dem Verlag. Die meisten in den Legenden mit (Original)" gekennzeichneten Abbildungen wurden von unserer Zeichnerin Frau Eckhardt und unserem ehemaligen Zeichner Herrn Becker extra für dieses Buch angefertigt, wofür ich ihnen ebenso dankbar bin wie meinen Technischen Assistentinnen, Frau Dörr und Frau Jeuthner, die technische Hilfestellungen leisteten. Bei einem Bericht, dem die Ergebnisse zwanzigjähriger Forschungstätigkeit zugrunde liegen, möchte ich es aber auch