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VORWORT
Die Erkenntnis, daß eine Verallgemeinerung des Materials auf dem Gebiet der Pathophysiologie und Therapie der Agonie und des klinischen Todes von großem praktischen Wert sein könnte, regte den Autor an, das vorliegende Werk zu schreiben. Dieses Material wurde in den letzten sieben bis acht Jahren in dem von ihm geleiteten Laboratorium unter Mitarbeit weiterer Forscher gewonnen.
Während dieser Zeit wurden viele neue Ergebnisse auf dem Gebiet des experimentellen Studiums der Stoffwechselprozesse und der Hämodynamik der terminalen Zuständen erzielt, unsere Vorstellungen vom Charakter des Erlöschens und der Wiederherstellung der Funktionen des Zentralnervensystems haben sich erweitert, die Methoden zur Wiederbelebung des Organismus wurden verfeinert und wirkungsvoller gestaltet. Die Hauptsache aber ist, daß bedeutende klinische Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt werden konnten. Neben den ersten erfreulichen Erfolgen, über die unsere medizinischen Zeitschriften berichten, finden sich allerdings auch Fälle, bei denen die komplexe Methodik der Wiederbelebung in der Klinik nicht ganz exakt, nicht den Indikationen entsprechend und nicht zur rechten Zeit angewandt wurde. Wir halten es für wichtig, auch darauf besonders hinzuweisen. Andererseits aber können wir uns mit dem Standpunkt anderer Autoren, daß man mit der praktischen Anwendung der Wiederbelebungsmethoden am Kranken noch warten soll, bis diese Frage theoretisch besser geklärt ist, nicht einverstanden erklären. In der Tat sind noch viele Gesetzmäßigkeiten des Sterbens und der Wiederbelebung nicht wissenschaftlich fundiert. Das erklärt sich dadurch, daß dieser neue Abschnitt des medizinischen Wissens, der früher fast gar nicht erforscht wurde, nämlich die Pathophysiologie und Therapie der terminalen Zustände, im Grunde genommen erst vor unseren Augen entstanden ist und sich zu entwickeln begann. Aber das bereits Erforschte genügte, Methoden zu entwickeln, durch die schon viele Menschen gerettet wurden, die man früher hätte aufgeben müssen. Ist das nicht die beste Antwort, die man solchen Skeptikern entgegenhalten kann?
Das Problem der Wiederbelebung dringt unaufhaltsam in das Leben und in die tägliche ärztliche Praxis ein. Trotzdem maßen wir uns nicht an, die hier beschriebene Komplexmethode der Wiederbelebung des Organismus, die im Laboratorium