kategória
szerző
cím
sorozat
kiadó
ISBN
évszám
ár
-
leírás
Előrendelhető
A mezők bármelyike illeszkedjen
A mezők mind illeszkedjen

Kuno Mittelstädt - Paul Gauguin [antikvár]
 
ä I ¦' I ¦ ¦ r - II, I', i .1 liVi ',1 1- WV,i' . i'.p, 'ly ¦ilh-M Ml- ¦Wf. r'f •MJ'.!? iri;' Die Pflicht eines Künstler um in seiner Kunst vorwä Paul Gauguin arbeite »In dieser Zeit ist der Westen völlig verfault, und wer noch Leben in sich spürt, kann wie Antäus neue Kraft gewinnen, wenn er den Boden des Ostens berührt. Und dann, nach ein oder zwei Jahren, kommt man gesund und stark zurück« - so schrieb Paul Gauguin voll trügerischer Hoffnung im Jahre 1890, wenige Monate vor dem Tag, da er...
online ár: Webáruházunkban a termékek mellett feltüntetett fekete színű online ár csak internetes megrendelés esetén érvényes.
1980 Ft
Szállítás: 3-7 munkanap
Részletesen erről a termékről
Bővebb ismertető
ä I ¦' I ¦ ¦ r - II, I', i .1 liVi ',1 1- WV,i' . i'.p, 'ly ¦ilh-M Ml- ¦Wf. r'f •MJ'.!? iri;' Die Pflicht eines Künstler um in seiner Kunst vorwä Paul Gauguin arbeite »In dieser Zeit ist der Westen völlig verfault, und wer noch Leben in sich spürt, kann wie Antäus neue Kraft gewinnen, wenn er den Boden des Ostens berührt. Und dann, nach ein oder zwei Jahren, kommt man gesund und stark zurück« - so schrieb Paul Gauguin voll trügerischer Hoffnung im Jahre 1890, wenige Monate vor dem Tag, da er sich in Marseille nach Tahiti einschiffen sollte, erfüllt von »ungeduldigen Träumen« und »fieberhafter Erwartung«, um dort, im Bereich des unverfälschten Lebens auf der Inselwelt, den »neuen Menschen« zu suchen, zu malen, dessen kraftvolles Bild er dem überalterten, verfaulenden Europa von nun an immer wieder entgegenstellte. Doch das Schicksal Gauguins offenbart, wie groß sein Irrtum war - dieser Irrtum nämlich, daß eine wahrhafte Erneuerung des Menschen und auch der Gesellschaft durch ein künstlerisches Leitbild möglich, daß sie eine Sache des einzelnen sei. An diesem Standpunkt des Menschen wie des Künstlers Paul Gauguin seiner Umwelt, der Gesellschaft gegenüber, in der er lebte, änderte auch nichts seine oft recht klarsichtige Erkenntnis des Wesens dieser niedergehenden Gesellschaft, »die den Künstlern so wenig günstig« war - und auf deren Entartung er auch seine Lage als Künstler zurückführte, wenn er feststellt: »Die ganze Schuld fällt auf die Gesellschaftsordnung zurück.« Denn die Schlußfolgerungen, die er aus diesen Einsichten zu ziehen vermochte, lassen trotz aller empörerischen Auflehnung doch nur zu deutlich erkennen, wie sehr er im Lebensgefühl, in der Denkweise und der Empfindungs-welt jener Gesellschaftsschicht verstrickt war, welcher er der Geburt nach zugehörte. So konnte es seine Sache nicht sein, ein echter Revolutionär zu werden, der die Gesellschaft im Kampf der Klassen sah; er blieb vielmehr ein Empörer auf dem schwankenden Grund seiner individuellen Einsichten und Folgerungen, voll Aufrichtigkeit des Gefühls für das Wahre und Schöne, voll Auflehnung gegen die Konventionen der bürgerlichen Gesellschaft und ihre Klassenmoral, ringend aber immer wieder mit den Widersprüchen, die sich ihm aus mangelndem Erkennen historischer Zusammenhänge ergaben. Die Tragik dieses so ausschließlich der Kunst verschriebenen Lebens war heftig schon zu Anfang aufgebrochen, als der fünfund- dreißigjährige Bankmann Gauguin im Jahre 1885 seine gutbezahlte Anstellung am Pariser Bankhaus Bertin ohne Wissen der Familie aufgab, um »Tag für Tag malen zu können«. Denn dieser Entschluß setzte an die Stelle einer gesicherten bürgerlichen Existenz den erbitterten Kampf ums bloße Dasein, um sein Künstlerdasein, der in seinen Auswirkungen auch die Familie Gauguins auseinanderreißen sollte. Und dann mußte Gauguin vor allem feststellen: wohl konnte er jetzt Tag für Tag Bilder ausbrüten und ge^ hären (wie er es nannte), doch diese Schöpfungen seiner leidenschaftlichen Empfindung und seiner Anschauung sollten ohne ein aufnehmendes Publikum bleiben, dem sie Lebensnotwendigkeit bedeuteten. Denn das bürgerliche Kunstpublikum - und ein anderes gab es nicht - bevölkerte die offiziellen Ausstellungen, die seinen geschmacklichen Ansprüchen in der Mehrzahl der gezeigten Werke entsprachen, und sein künstlerisches Ideal war alles andere, nur nicht die ungeschminkte Darstellung der Wirklichkeit oder ihre zeitbezogene Ausdeutung. Es wollte die Historie, das mythologische, religiöse oder exotische Thema im Bilde, die »schön« gesehene, seinen Anschauungen zurechtgerückte Vergangenheit, auf keinen Fall aber Darstellungen, welche die durchsichtige Moral der Gesellschaft oder die Hintergründe zeitgenössischen Lebens zu enthüllen vermocht hätten. Und es wollte auch nicht schockiert werden durch neue Darstellungsweisen, sondern es liebte die glatte, gefällige Manier der akademischen Malerei, die sich in einem prunkvollen Naturalismus erschöpfte oder aber ihrem Idealisierungsstreben den Wahrheitsgehalt opferte. So der Isolation preisgegeben mit ihren zerstörerischen Rückwirkungen auf den Schaffensprozeß, weder ein Verbündeter der untergehenden Klasse noch ein Weggenosse der aufsteigenden, mußte Paul Gauguin zu einem Außenseiter der Gesellschaft werden, jener spätbürgerlichen Gesellschaft, »wo es nur um Gold und Soldaten geht«, wie Vincent van Gogh schrieb, und welche durch »die Herrschaft des Goldes« charakterisiert ist, wie Gauguin es ausdrückte. Als Gauguin im Jahre 1883, dem Todesjahr Manets, den folgenreichen Entschluß faßte, Maler zu werden, ganz Künstler zu sein, lag bereits mehr als ein Jahrzehnt geheimen Tastens und Vorwärtsdrängens auf dem Wege zur Kunst hinter ihm. Schon aus dem Jahr 1871 sind Zeichenversuche bekannt, gemeinsam vielleicht unternommen mit Emile Schuffenecker. Doch die erste entscheidende, aus persönlicher Einflußnahme herrührende Anregung kam zweifellos von Pissarro, dessen nähere Bekanntschaft Paul Gauguin kurz

Termékadatok

Cím: Paul Gauguin [antikvár]
Szerző: Kuno Mittelstädt
Kiadó: Henschelverlag Kunst und Gesellschaft
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 240 mm x 280 mm
Kuno Mittelstädt művei
Bolti készlet  
Vélemény:
Minden jog fenntartva © 1999-2019 Líra Könyv Zrt.
A weblapon található információk közzétételéhez, másolásához a működtetők írásbeli beleegyezése szükséges.
Powered by ERBA 96. Minden jog fenntartva.
mobil nézet