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»Musik als Mentor und Metapher« Paul Klee und die Musik
Kaum ein anderer Maler und Graphiker des 20. Jahrhunderts hat sich so intensiv mit der Musik befaßt und so explizit in seinen Werken und Schriften auf die Musik bezogen wie Paul Klee.
Das mag zum einen daher rühren, daß Klee von frühester Kindheit an mit Musik in Berührung kam. Klees Vater war Musiklehrer am Staatlichen Lehrerseminar Hofwil bei Bern, seine Mutter ausgebildete Sängerin.
In seinen Tagebüchern finden sich zudem zahlreiche Eintragungen zur Musik, Berichte über Konzerte und Vergleiche zwischen Malerei und Musik. Bereits als Gymnasiast konnte Klee dank seines hervorragenden Violinspiels als außerordentliches Mitglied in den Konzerten der Bernischen Musikgesellschaft mitwirken. Das Musizieren im Kreis von Freunden und zusammen mit seiner Frau Lily Stumpf — die als Klavierlehrerin Klees schwierige Anfangszeit in München finanzieren half - sowie bei gelegentlichen Auftritten in öffentlichen Konzerten gehörte zu Klees zeitlebens eingeplanten und manchmal auch der Malerei vorgezogenen Beschäftigungen.'
Denn Trost und Zukunft versprach zunächst die Musik, auch wenn Klee ihre Blütezeit schon längst überholt glaubte. Die Musik des 18. Jahrhunderts jedoch, vor allem Mozart und Bach, bedeuteten für ihn die höchste Erfüllung, nicht nur in der Musikgeschichte sondern in der Kunstentwicklung überhaupt: » Der Urlaub hatte die gute Nachwirkung, daß ich voll Kunst bin. Die Erkenntnis ist durch das mehrmalige Bachspiel wieder vertieft. Noch nie habe ich Bach mit solcher Intensität erlebt, noch nie so sehr eins mit