Bővebb ismertető
Paula Becker-Mo dersohn, geboren im Jahre 1876 inDresden, gestorben im Jahre 1907 in Worpswede.
Am Ende ihres schaffenden Lebens kam sie zu dieser Erkenntnis: „Die Stärke, mit der ihr Gegenstand erfaßt wird, das ist die Schönheit der Kunst."
Was ist der Gegenstand der Kunst? Das Leben.
Leben ist der Mensch, sein sichtbares und unsichtbares Sein und Wirken, Leben ist Luft, Licht, Erde, Fluß und Meer, Land und Stadt, Pflanze, Tier und Stein —, Leben ist pflügender Bauer und nährende Mutter —, Kinder, die noch jenseits von Gut und Böse ihr junges Dasein verbringen. Leben ist auch das runenhafte Alter, der schaurige Herbst im Moor und sein zartester Frühling—, Leben der Armenhäusling und der großstädtische Dandy —-, Leben der Dorfball und der Tanz bei Bullier —, Leben der Gedanke, der Traum und alle un-entdeckten Geheimnisse, die im Blute pulsen.
Leben —!
«Des Nachts, wenn ich aufwache, und des Morgens, wenn ich aufstehe, ist es mir, als wenn etwas Traumhaft-Schönes auf mir liege. Und dann ist es doch nur das Leben, das mit seinen schönen Armen ausgebreitet vor mir steht, auf daß ich hineinfliege." —
«Mir kamen heute beim Malen die Gedanken her und hin, und ich will sie aufschreiben für meine Lieben. Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist? Und mein Leben ist ein Fest. Meine Sinnes Wahrnehmungen werden feiner, als ob ich in den wenigen Jahren, die mir geboten sein werden, alles, alles noch aufnehmen sollte. Mein Geruchssinn ist
3