Bővebb ismertető
^mtmiimrX.$Perlenbedeuten: MordAn den Galgen mit Ludcy SandfordObwohl Lucky Sandford sich jetzt zu den reichsten Leuten seiner Branche zählen durfte, ging er nach wie vor seiner gefährlichen Tätigkeit nach. Lucky war Taucher. Allerdings tauchte er weder nach versunkenen Schiffen noch nach Meerjungfrauen; Lucky tauchte nach Perlen. Bis vor einer Woche hatte ihn sein Job gerade so über Wasser gehalten, dann aber hatte er sie gefunden, die rosarote Zwillingsperle. Wie eine Bombe war die Nachricht von diesem unermeßlichen Fund in Fachkreisen eingeschlagen. Bewunderer und Neider erschienen auf der Bildfläche. Doch Lucky Sandford kümmerte sich nicht um sie.Und deshalb hatte er auch keine Ahnung, daß sein Leben keinen Cent wert war, seit er imBesitz der Perlen war. Gewiß, er hatte festgestellt, daß sich viele seiner Kollegen von ihm abgewandt hatten und hinter seinem Rücken tuschelten. A. -Bisher hatte Lucky sich auch darüber keine grauen Haare wachsen lassen, aber jetzt, als er im Begriff war, mit seinem Boot die Bucht anzusteuern, verspürte er ein unangenehmes Gefühl in der Magengrube.Lucky war ein braungebrannter, breitschultriger und hochgewachsener Mann von knapp vierzig Jahren. In kraftvollen Zügen ruderte er etwa zweihundert Meter weiter, bis er die Nähe der Felsengruppe erreicht hatte, die sich ins Meer hinausschob.Du siehst Gespenster, Alter!" brummte er, als er von der Ruderbank . aufstand und dann den kleinen Anker über Bord warL "Das Gewicht des Ankers würde das Boot an der Stelle festhalten und Lucky außerdem als Orientierung dienen, wenn er tauchte.Lucky Sandford zog die Taucherbrille über die Augen und prüfte noch einmal das Ventil des Sauerstoffgerätes. Dann klemmte er sich das Mundstück zwischen die Zähne, schwang sich über Bord und tauchte.Unter Wasser war Lucky wie in einer anderen Welt; seiner Welt. Es war eine Welt des Dämmerlichtes, der Zwischentöne.Durch den hellsandigen Untergrund waren die .Sichtverhältnisse nicht schlecht. Reflexe der goldenen Sonnenstrahlen zeichneten helle Kringel auf dem Meeresgrund.Das Ankerseil war ein fester, verläßlicher Halt, ein schwarzer Strich inmitten einer hellen, fließenden Umgebung. Lucky berührte es behutsam mit den Fingerspitzen. Dieses Seil war sein einziger Kontakt zur Außenwelt. Hier unten war er ganz auf sich selbst gestellt. Er hatte keine Möglichkeit, Hilfe herbeizuholen, wenn sich ihm etwas Feindseliges in den Weg stellte.Das Wasser war an der Oberfläche warm. Doch je tiefer er tauchte, desto kühler und frischer wurde es. Dunkle Algenbäume regten sich unter ihm in der leichten Strömung. Wenige Meter noch, dann hatte er den Meeresgrund erreicht.Er tauchte senkrecht nach unten. Aufmerksam sah er sich in dem ungewissen Dämmerlicht um. Nicht weit von hier hatte er die Muschel gefunden, die die rosarote Zwillingsperle enthielt.Lucky starrte angestrengt in^Dun-kel. Vor ihm tat sich sanft gewellter Sandboden auf, Felsen, an denen Muscheln klebten und Algen in schillernden Farben wuchsen. Das war alles, was sein suchender Blick erfaßte. Er hatte ein gutes Auge für lohnende Beute.Der Perlentaucher entfernte sich vom Ankerseil. Er schwamm zwischen zackigen, zerklüfteten Felsen hindurch.Vor ihm war plötzlich ein silbriges Blitzen wie eine Wolke aus Silberstaub. Im nächsten Augenblick war diese Erscheinung verschwunden. Ein Schwärm junger Sardinen war durch seine Schwimmbewegungen aufgescheucht worden und stob in wilder Flucht davon.Plötzlich hielt Lucky inne. Auf dem felsigen Untergrund vor ihm klebten einige Dutzend Muscheln. Interessiert umkreiste er die Muschelbank und zog dabei sein Messer aus der Lederschlaufe am. Gürtel. Dann schwamm er näher heran. Die starke Strömung trieb ihn immer wieder ab.Mit der linken Hand krallte er sich an einem Felsvorsprung fest, während er mit der rechten die erste Muschel von ihrem Platz löste.In diesem Augenblick spürte er einen gewaltigen Wasserdruck. Das Wasser schoß durch das Mundstück in seinen Mund, lief ihm in die Kehle und drohte ihn zu ersticken.Mit wilden Bewegungen versuchte er, an die Oberfläche zu kommen.