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WARNFRIED DETTLING
Für eine andere Politik. Zu diesem Band
1. Dieser Band setzt sich ein ehrgeiziges und doch auch ein bescheidenes Ziel. Was die Autoren, so sehr sie sich auch sonst unterscheiden mögen, verbindet, ist die Überzeugung, daß die Devise »Weiter so!« nur immer weiter in die Krise führt, daß der Status quo, in die Zukunft hinein verlängert, gegenwärtig die utopischste aller denkbaren Utopien darstellt. Deutschland wird sich verändern: politisch, wirtschafdich, gesellschaftlich. Wir haben nur die Wahl, die Richtung des Wandels mehr oder weniger zu beeinflussen.
Des weiteren verbindet die Autoren die Überzeugung, daß auch die Probleme des politischen Alltags, die unmittelbar vor uns liegen, von der sich verfestigenden Massenarbeitslosigkeit über die innere Einheit Deutschlands bis hin zu der Frage, wo, wie und wozu deutsche Soldaten zum Einsatz kommen sollen, von den großen Herausforderungen der Zukunft (Ökologie, Armut, Entwicklung) ganz zu schweigen, nur gelöst oder wenigstens mit einiger Aussicht auf Erfolg angegangen werden können, wenn das Land insgesamt wieder lemt, über den Tag hinaus zu denken und zu handeln.
Der Intellektuelle in der ersten Reihe, der das Geschehen auf der politischen Bühne mit Interesse, Neugier, vor allem aber mit einer gewissen Abscheu verfolgt, weil den Akteuren da oben auch nichts Neues mehr einfällt und sie immer weiter nach ihren vergilbten Drehbüchern agieren, macht alles andere als eine überzeugende Figur in einer demokratischen politischen Landschaft. »Die Gewitterfront der Larmoyanz wandert langsam von Osten nach dem Westen« (Klaus Härtung), sie wird gesamtdeutsch, sozusagen, aber das macht das Klima über Deutschland ja auch nicht besser. Der Jamme-reien sind genug gewechselt, laßt uns nun endlich Ideen sehen, möchte man die Rede des Theaterdirektors in Goethes Faust leicht
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